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24. Juni

Bald nun ist Weihnachtszeit fröhliche Zeit... (In einem halben Jahr ist Heiligabend!!)
Und die Tage werden schon wieder kürzer!

Allerdings: auf den Sommer warten wir immernoch!!!!


MS Black Watch zu Gast am Ostpreußenkai im Zentrum Travemündes.
Sie wurde 1972 in Helsinki gebaut und fährt augenblicklich für die britisch-norwegische Reederei Fred. Olsen
Cruise Lines unter der Flagge der Bahamas.


Auch gut zu sehen von Klaas Jodas Terrasse in der Vorderreihe!

Und hier der Kaffee-Meister persönlich in seinem Reich:







Gestern im Godewindpark: Lena Johannson las aus ihrem Buch "Die Bernsteinhexe".


Und in meinem Garten ein ängstlicher Nestflüchter, Schutz suchend im Unterholz.



22. Juni

Kurzes Intermezzo im Gutruf-Haus: zwei Tage hausmeistern. Hier der obligatorische Blick auf die Außenalster
vom Dachfenster aus:




Und damit ich
heute nicht mehr schreiben muss, hier noch zwei Fotos aus längst vergangener Zeit:


Reiner, unsere Mama, Sylvia, Claudia und ich, ca. anno 1963


Und hier eine Weihnachtsfeier im Krankenhaus Süd in Lübeck, an der ich teilnehmen durfte -
solange es keine Notfälle gab. Denn siehe da: der einzige, der Dienst hatte, war ich.
Zeitpunkt: wohl 1972.



15. Juni

Ein bisschen touristisches Besichtigungsprogramm in meiner Heimatstadt Lübeck, wo ich ja nun wieder wohne. Denn Travemünde ist ja ein Ortsteil der Hansestadt Lübeck. Und das Wahrzeichen Lübecks ist und bleibt das Holstentor. Es gehört zu den zehn bekanntesten Gebäuden Deutschlands - und somit war es mal wieder Zeit, das Tor nicht nur im Vorbeigehen zu betrachten, sondern es auch einmal innen zu erforschen. Dank der Museums-Jahreskarte, die ich mir in diesem Jahr gegönnt habe, kann ich in städtische Museen lächelnde an der Kasse vorbeigehen... Die Karte ist übertragbar!!! Wer also mal ein städtisches Museum in Lübeck besuchen will: welcome!! 

Hier also ein paar Eindrücke vom Holstentor:

       

 
Es gibt noch andere Dinge zu sehen - zum Beispiel Tauben in den Schießscharten und sonstigen kleinen Fenstern. Und sowas Nettes wie Folterwerkzeuge etc... Aber wer will das schon sehen.
Dann schon lieber Stadtansichten, Schiffsmodelle und nautisches Gerät sowie sonstige Utensilien aus früheren Jahrhunderten. Und: es ist schon ziemlich eng dort in den Türmen! Man sollte zusehen, dass man ohne eine Horde Schüler dort drinnen ist! 


9. Juni

Die angekündigte Gewitterfront aus dem Westen kam hier an wie ein schlechter Witz:
Ein paar dunkle Wolken, ein paar
Windboeen, ein bisschen Regen...
Um mit Shakespeare zu sprechen: Viel Lärm um Nichts!

Aber besser so als andersrum! Außerdem: Manchmal gibt es das komische Phänomen, dass ein Gewitter
nicht über die See ziehen kann sondern quasi am Strand verhungert und ein wenig rumzappelt, bis sich das
Tief verausgabt hat und stirbt...






8. Juni

Hallo Leute, jetzt klappt es mal wieder mit 1&1 - zu spät, um am 6.6. dem 89. Geburtstag meiner Mutter zu gedenken. Danke 1&1, das hat mal wieder "prima" geklappt!!!

Dann jetzt mal wieder ein paar Eindrücke aus Travemünde:


(schlechtes Foto, von zu weit weg aufgenommen, sorry!)

Zu Besuch (oben) am Ostpreußenkai die MS Astoria, ein Methusalem unter den Kreuzfahrtschiffen, welches u.a.
zu DDR-Zeiten als "Völkerfreundschaft" durch die Meere zuckelte. 

Oben: Und die um einiges größere MS Birka Stockholm ein paar Tage später. Ein ziemlich imposanter Dampfer!

Überhaupt war einiges los auf der Trave! Geradezu rush hour der einfahrenden Freizeitkutter, die das tolle 
Pfingstwetter redlich ausgenutzt haben. Für die Landratten gab es das Riesenrad (siehe weiter unten) und 
die beliebte Veranstaltung "Travemünde JAZZT". Mir hat letzteres nicht so sehr gefallen, es kamen mir zu viele
Gruppen, die quasi immer dabei waren und sind. Das peppt nicht mehr so richtig! Guckst du:


Das bummel ich dann lieber am Strand entlang und gönne mir eine alkoholfreies Hefeweizen...



29. Mai

Ik bün wedder to Hus!


Mit dem Leu - der heute auf den Tag genau seit 10 Jahren von mir gefahren wird (gekauft von der Ex) - bin ich
quer durch den "echten Norden" nach Dithmarschen gefahren. Ziel mal wieder: Heide - nicht Heidi! 


Und einen Tag später dann mit dem Bummelzug rauf gen Norden nach

 

Das ist wohl Friesisch und heißt ... Ach, ratet doch mal!!

 Hindenburg lässt grüßen!

Jo - Sylt. Überall herrschte Sonnenschein - auf Sylt war es total bedeckt und heftig windig. Also eine
Stunde oder zwei spazieren gegangen, einen Kaffee getrunken,zurück aufs Festland und zurück nach
Dithmarschen... Und abends wärmen am Feuerkorb zur Musik der Amseln... 


Enkel und Oma so happy together... ja genau!



Und jetzt: Happy Birthday Leu!!!


Heutzutage sieht er etwas abgestumpft aus... Und gewaschen wird er auch kaum. Aber er macht das, was man 
sonst im allgemeinen von einem VW-Käfer sagt: er läuft und läuft und läuft... ... ...



25. Mai

    

Zum langen Wochenende mal wieder etwas botanisches, mal drinnen, mal draußen. 



24. Mai


Dies Schiff war heute zu Besuch in Travemünde: die MS Aurora, ein britischer Kreuzfahrer, das größte Schiff,
das in diesem Jahr Travemünde anläuft - kommt im Juli noch einmal.  




23. Mai

Zur Erinnerung nochmal die Programmhinweise für Travemünde (und Umgebung)

25. – 28. Mai            Promenadenfest
2. – 5. Juni               Travemünde Jazzt
2. – 5. Juni               Strandklang Scharbeutz/selbstgemachte Musik im Kurpark
20. Juni – 12. Sept.  Musik am Meer
22. Juni – 17. Sept.  Lesungen im Park
23. - 25. Juni            Beach Handball Nordermole

23. - 25. Juni            JazzBaltica, Evers Werft Niendorf
30. Juni – 02. Juli     Shanty-Festival
2. Juli                        Strandfrühstück (Travemünde und in vielen Orten)
15. Juli                      Lions Sommerfest mit tollem Flohmarkt

21. – 30. Juli             Travemünder Woche
4. - 6. August            BouleTurnier Strandpromenade

16. – 27. August       Kino unterm Ostseehimmel (€)
18. - 20. August        Beetle Sunshine Tour
8. – 10. Sept.            Seebad-/Seefahrerfest
22. – 24. Sept.          Lichterzauber im Godewindpark

29. 9. – 03. 10.         Herbstdrachenfest am Strand

25. 12. – 01. 01.       Neujahrsgarten – Winterzauber am Meer
Ohne Garantie!


Heute ist Badetag bei mir im Garten





und ein Tag für Oranje, also für Holland:







21. Mai


Letzter Tag des Internationalen Bluesfestes Eutin - mein einziger Besuch dort in diesem Jahr. Bei bestem
Wetter und guter Stimmung, allerdings fand ich, dass es die letzten Jahre voller dort war - aber vielleicht
spielen mir meine Erinnerungen ja einen Streich.





Ich habe heute nur zwei Bands gesehen: das "Hot Tamales Trio" aus Polen und die "Daniel De Vita Band"
aus Argentinien. Erstere Gruppe machte - meiner unmaßgeblichen Meinung nach - Schlafmusik. Tja, es gibt bestimmt Momente im Leben, in denen man damit gut klar kommt. Hier war es irgendwie fehl am Platze.
Immerhin sieht Sängerin Eliza Sicinska ja recht ansehnlich aus...


Die Daniel De Vita Band war schon etwas härter. Diese Gruppe war das erste Mal in Europa und dieser Gig soll
das erste Auftreten in Deutschland gewesen sein. Also ich fand sie gut! Auch sehr abwechselungsreich: Mal 
machte die Truppe einen ziemlichen Aufriss, mal sang nur Daniel Da Vita allein zur Gitarre... Und wenn seine Gitarre so richtig schrill und laut aufheulte, dann bekam selbst ich Gänsehaut.  

Zwei Fotos von dieser Band:



Ein schöner Nachmittag - und schon musste der alte Mann nach Hause fahren, damit er noch vor der Dämmerung wieder in der heimischen Wohnung ist. Sonst verirrt er sich noch in dieser großen weiten Welt... 




20. Mai


Ein Nachmittag der besonderen Art: Andy und Liane haben geladen zu einem privaten, akustischen Gig mit der 
Band mit dem Namen


Hier ein paar kleine Eindrücke davon (leider nur optischer Art, mehr lässt dies Programm nicht zu):





Danke Andy, danke Liane, Danke den illustren Gästen! Es war eine tolle Stimmung und ein toller Tag!!!




19. Mai

Alle Wetter und Unwetter zogen an Lübeck und Travemünde vorbei. Gut so! Der Pavillon hat nicht gelitten
und alles alles andere hat die Wetterkapriolen auch unbeschadet überstanden.

 


18. Mai



Der kleine gefiederte Freund singt mir sein Lied zum Wochenende...
Ich wünsche Euch allen auch ohne ein gezwitchertes Liedchen ein schönes Wochenende!


17. Mai

Und es gibt noch ein Kloster in Lübeck - das St. Annen Kloster. Hier ein Foto vom Klostergang gleich hinter
dem Eingang. Im Erdgeschoss befinden sich mittelalterliche Werke aus sakralen Bauten Lübecks. Am häufigsten
sind dies Altare, die hier "Retabel" genannt werden. Dieser Begriff bedeutet konkret, dass es sich um den bildlichen bzw. plastischen Teil des Gesamtkunstwerks "Altar" handelt.
Im Obergeschoss schließt sich eine Ausstellung über bürgerliches Leben in der Hansestadt an, in der Möbel,
Einrichtungsgegenstände, Schmuck, Gemälde, Kleidung und vieles mehr gezeigt wird.



Noch eine historische Bemerkung zum Kloster: Es wurde Anfang des 16. Jahrhunderts gebaut und sollte die
unverheirateten Töchter Lübecker Kaufleute aufnehmen. Doch dann kam der Herr Luther und es was vorbei
mit der klösterlich-katholischen Obhut. Das St. Annen Kloster wurde dann vielfältig genutzt, unter anderem
als Armenhaus sowie als Gefängnis. Seit 100 Jahren ist es nun Museum.

Irgendwelche wichtige Menschen im Bereich Kultur, Architektur und Stadtgestaltung mussten in das alte
Gemäuer einen Betonklotz reinsetzen, der den hochtrabenden Titel "Kunsthalle" trägt.
In meinen Augen ein Trauerspiel, eine Tragödie! Aber was hab ich schon zu sagen...

Hier eines der Retablen, ursprünglich stand es im Dom, stammt aus dem 14 Jahrhundert.


Was haben wir doch für eine Religion: alle Gesichter entsetzt und voller Trauer, Folter, Entsetzen, Tod...
Und der mittlere Teil zeigt, wie die vier Tugenden, die da sind Liebe, Gehorsam, Geduld und Demut, ihren
Christus kreuzigen... Muss einer das verstehen? 

Dazu fällt mir noch eine Geschichte von Hermann van Veen ein, die davon handelt, wie Gott darauf reagiert,
als er eines Tages einen Ausflug auf die Erde macht und dort folgendes erlebt
(den Anfang der Geschichte habe ich mir geschenkt!): 

... Und er lief den Hügel hinab zu jenem Dorf, von dem er genau wusste, dass es da lag. Und das erste, was Gott auffiel, war, dass da mitten im Dorf während seiner Abwesenheit etwas geschehen war, was er nicht erkannte. Mitten auf dem Platz stand eine Masse mit einer Kuppel und einem Pfeil, der pedantisch nach oben wies.

Und Gott rannte mit Riesenschritten den Hügel hinab, stürmte die monumentale Treppe hinauf und befand sich in einem unheimlichen, nasskalten, halbdunklen, muffigen Raum. Und dieser Raum hing voll mit allerlei merkwürdigen Bildern, viele Mütter mit Kind mit Reifen überm Kopf und ein fast sadistisches Standbild von einem Mann an einem Balkengerüst. Und der Raum wurde erleuchtet von einer Anzahl fettiger, gelblich-weißer, chamois-triefender Substanzen, aus denen Licht leckte.

Er sah auch eine höchst unwahrscheinliche Menge kleiner Kerle herumlaufen mit dunkelbraunen und schwarzen Kleidern und dicken Büchern unter müden Achseln, die selbst aus einiger Entfernung leicht modrig rochen. 
"Komm mal her! Was ist das hier ?"
"Was das hier ist? Das ist eine Kirche, mein Freund. Das ist das Haus Gottes."
"Aha ... wenn das hier das Haus Gottes ist, Junge, warum blühen hier dann keine Blumen, warum strömt dann hier kein Wasser und warum scheint dann hier die Sonne nicht, Bürschchen ?" 
"....das weiß ich nicht." 
"Kommen hier viele Menschen her, Knabe?"
"Es geht in letzter Zeit etwas zurück." 
"Und woher kommt das Deiner Meinung nach? Oder hast Du keine Meinung?"
"Es ist der Teufel. Der Teufel ist in die Menschen gefahren. Die Menschen denken heutzutage, dass sie selbst Gott sind und sitzen lieber auf ihrem Hintern in der Sonne."
 
Und Gott lief fröhlich pfeifend aus Kirche auf den Platz. Da sah er auf einer Bank einen kleinen Kerl in der Sonne sitzen. Und Gott schob sich neben das Männlein, schlug die Beine übereinander und sagte : "...Kollege!"



Zurück in das Museum.
Hier ein Foto aus dem bürgerlichen Bereich des Museums, die Diele eines Kaufmannshauses:




Und ein besonderes Wiedersehen gibt es dann im Innenhof des Museums: hier stehen die Originale der
Plastiken, die einst die Puppenbrücke vor dem Holstentor geziert haben. Jetzt stehen an gleicher Stelle
Repliken, während die Originale des Lübecker Bildhauer Boy aus dem späten 18. Jahrhundert nunmit hier im
Hof des St. Annen Museums betrachten werden können.
Allerdings: ich habe hier sieben von acht Figuren sowie die Vasen gesehen, wobei ich die achte Figur, den
Neptun, vermisse... Eine Erklärung habe ich nicht gefunden.
Vielleicht war ich ja von der Schönheit der Dame, die den Frieden symbolisert - auf dem Foto unten links
zwischen den beiden Kerlen - so geblendet... 


 


16. Mai

In einigen Staaten (USA/Canada/Japan und ???) sollen Frauen sich neuerdings selbst heiraten können.
Also eine Ein-Frauen-Ehe. Oder eine Ein-Personen-Ehe, denn vielleicht können sich ja schon (oder bald?) auch Männer selbst heiraten!

Meine Meinung dazu: Die Menschheit wird immer verrückter! Alles, was irgendwie denkbar ist, muss wohl auch möglich gemacht werden... Und staatlicherseits legitimiert werden...? Hoffentlich machen nicht auch noch die großen und kleinen Religionen da mit. Das ist doch alles selbstverliebte Verrücktheit! 

Aber es ist ja völlig out und von gestern, Idiotie als solche zu benennen...   

Solche Idioten sollten mal ne Woche ins Kloster gehen und stille Einkehr suchen. Oder zum Psychiater...


Apropo Kloster: Lübeck hat auch ein Kloster - falls das jemanden interessiert. Leider ist es "nur" ein museal genutzter Restbau mitten in der Stadt, aber sehr schön anzusehen, schlicht, mit einem schönen Kreuzgang.
Wenn man das neue Hansemuseum besucht, kann man das Kloster gleich mit "buchen". Sehr empfehlenswert!
Hier eins meiner Fotos vom Kloster:




14. Mai


Schönen Sonntag!!!


10. Mai

Vor einigen hundert Jahren.

Der diensthabende Wachmann oben im Mastkorb der Hansekogge hält Ausschau, damit in der Fahrrinne keine Untiefen Gefahr bringen könnten und erst Recht keine Piraten oder sonstiges Gesindel, die es auf das Schiff abgesehen haben könnten, sich hinterhältig nähern.

Gleichzeitig ist er der erste, der die berühmte Stadtsilhouette Lübecks zu sehen bekommt: Sieben Türme erheben sich über die Wipfeln der Bäume und versprechen das Ende der Reise. Es sind hier zwar nur drei zu sehen, aber ein paar Meter weiter stromaufwärts werden es dann die sieben Türme sein - später kommen die Stadttore mit ihren kleineren Türmen dazu.

An all das musste ich heute denken, als ich diese tolle Aussicht von Dänischburg aus genossen habe. Was für ein erhebender Moment muss es in früheren Jahrhunderten gewesen sein - was für ein herrlicher Ausblick ist es auch heute noch!! 

PS: Lübeck macht viel zu wenig aus diesem Pfund! Ein riesiges Hansemuseum - die hätten lieber einen (Achtung: Neudeutsch:) Skywalk bauen sollen, nein mehrere, damit man an den verschiedenen Stellen diese tolle Stadt betrachten kann. Doch was passiert: Es entstehen an den tollen Sicht-Achsen Hotels, Versicherungen und sonstiges überflüssiges Gedöns, welches auch an anderen Stellen gebaut werden könnte. Nun soll sogar irgendeine städtische Behörde diese Aussicht genießen dürfen... Sollten die dort arbeitenden Stadtdiener nicht ihre Akten begucken statt die sieben Türme??? Lübeck ist schon ein komisches Städtchen... Jammern aber nichts tun, wollen aber nicht können, Tourismus steigern wollen aber keine Eier haben, die hervorragenden Lokalitäten vor den Klauen der Wirtschaft zu retten. Wie immer: halbherzig, zögernd, zaudernd und weggucken... 

Na denn: Hier nun endlich diese tolle Aussicht!   



9. Mai

Es ist mal wieder eine Großtat der Herren mit den gelben Autos anzumerken:
Heute - am Dienstag, den 9.Mai - lagen die Werbeprospekte und "Einkauf Aktuell" im Briefkasten. HEUTE!
Guckst du:

Wie der Aufdruck schon sagt: das Teil sollte am 9.Mai ausgeliefert werden, am Sonnabend!!. Dann hätte man noch die Chance,
seinen Einkauf für das Wochenende zu planen... Und so ist es ja auch vorgesehen und dafür zahlen die Werbekunden bestimmt.
Und doch ist es inzwischen ganz selbstverständlich, dass dieser Packen Werbung am Anfang der Woche zugestellt wird - wenn überhaupt. Und heute - Dienstag Mittag!!!
Eigentlich soll in vier Tagen ja schon der nächste Werbekrams kommen... Da bin ich ja gespannt.

Was war das früher für ein tolles Unternehmen, die Post. Nicht, dass nun alles geglänzt hätte, aber es gab noch den Service-
Gedanken. Wenn man heute die total abgewrackten Rostkisten der Kastenleerer beguckt - eine SCHANDE für ein Unternehmen,
welches quasi Staatsunternehmen ist und wichtige Dienstleistungen erbringt - oder eben erbringen sollte... Ich erinnere mich an
die 70er Jahre, da kamen die Zusteller z.B. an einem Sonnabend vor 12 Uhr beim letzten Kunden an - die Zustellung war
erledigt, die Tagesszeitungen im Abo lagen beim Kunden/Empfänger auf dem Frühstückstisch und man konnte relaxed sein Leben genießen - als Postkunde. UND als Postzusteller, ja, das sollte auch mal gesagt werden! Und wenn man heute die Poststellen betritt,
um Geld abzuheben oder was auch immer, dann steht man zwischen Gemüse und Sonderangeboten und der Schlange vor dem Lottoschalter, zwischen Kassen und Getränken, völlig frei von Diskretion und Anonymität. Das alles ist so ein Hohn, dass man sich schämen muss, bei diesem Unternehmen gearbeitet zu haben...

Ich könnte weiter machen...  Aber ich will zu Bett. Heute ist nicht aller Tage, ich komm wieder, keine Frage!



7. Mai 2017

Zum Barista geradelt und mir einen Cappuccino und zur Feier des Tages ein Stück Schokotorte gegönnt - von Sonja selbst geschaffen. Dazu gab es vom Chef Klaas je ein Probegläschen Grauburgunder für (inzwischen) Monika, Hardy und mich. Diese sind alte Freunde von dem beklagenswerten Roland. Und als die beiden weiter gebummelt waren, hat sich noch ein nettes Gespräch mit einer Ladenbesitzerin aus Rahlstedt angeschlossen... Schön so ein entspanntes Leben in frischer Luft mit netten Leuten und sonstigen kleinen Freuden das Alltags... (na ja, eigentlich ist ja Sonntag!). 

Dann zurück in den Steenkamp und gleich in den Garten. Heckenleichtpflege, klönen mit Hannah und ein paar Fotos geschossen von der Üppigkeit des Frühlings. Hier drei Belege:



In diesem Sinne: Ich wünsche allen eine gute Nacht und einen annehmbaren Start in eine neue Woche!
lgh


6. Mai 2017

 
(Foto: Silke M.)

Heute um kurz vor 20 Uhr ging für mich ein jahrelanges Martyrium zu Ende: die Sportschau mit Reinhold Beckmann. Dieser Typ ist so ein Speichellecker, das ist kaum zu überbieten. Er trieft von angeblicher Empathie, prügelt auf die Zuschauer ein mit der Wissenskeule (z.B. Club NN "von der Ostalb" - wen interessierts?) und liest doch so gut wie alles ab von seinen Zetteln. Diesen Schleimer will ich nie mehr sehen bei der ARD und sonstigen "Öffentlich Rechtlichen". Soll er seine Millionen doch bei sky oder sonstwo abgreifen, meine Gebühren sind mir dafür schon seit Jahren zu schade. Geh und ruh dich auf deinen Lorbeeren aus! Liebe ARD/ZDF: nicht schwach werden, tut mir den Gefallen! Endlich kann ich die Sportschau wieder sehen, ohne ständig den Ton ausschalten zu müssen. Beckmanns Gefasel zerfrisst mir das Trommelfell!!! 


PS: um wenn es nach mir geht - und falls es die Sendung überhaupt noch geben sollte - wäre es auch
ratsam, die zweite Beckmann Selbstdarstellungsorgie namens #beckmann sofort einzustellen! Schluss
mit dieser Heuchelei! Ich kann mich noch erinnern, als es um den "deutschen Tod" in Syrien ging. Da 
ging es um die leidenden Menschen dort, zu deren Leid eben auch Deutsche (als IS-Söldner etc.)
beigetragen haben. Eine grausame Geschichte, die im Übrigen noch stets anhält - was Beckmann wohl
nicht mehr zu interessieren scheint. Aber den einzigen Menschen, der ihn so rührte, dass er diesen
Menschen in den Arm nehmen musste und fast mit ihm um die Wette heulte: eine Frau - Deutsche! -
aus Niedersachsen (wenn ich es recht erinnere). Eine schlimmere Schleimspur kann man kaum legen.
Und ich erinnere mich auch noch: Keine Kameraeinstellung, die Herrn Beckmann ohne einen seiner 
wohl notwendigen Schals zeigte... Es ist eben doch alles Zirkus, was Herr Beckmann macht...

Beckmann? Ich muss kotzen man!
 



5. Mai 2017

So könnte es aussehen hier an der Ostsee. Am Skandinavienkai in Travemünde, wo täglich die
großen Fähren ein- und abfahren Richtung Skandinavien und ins Baltikum. Ja sogar ganze
Zugeinheiten werden hier verschifft, guckst du:



Ja, so könnte es bei Sonne aussehen...
Aber was ist?

Ein absolut schreckliches Wetter!
Seit Wochen bereits weht und stürmt es fast jeden einzigen Tag. Sonne ist zu einem seltenen
Naturereignis geworden. Und wenn sie mal da ist, dann verkriecht sie sich genauso schnell wieder
wie sie erschienen ist. Und Wind aus Norden, Nordost oder Osten bedeutet eben auch:
die Winterklamotten können noch nicht eingepackt werden. Es ist hier oft so erbärmlich kalt,
dass zumindest ich nicht aus der Butze gehe. Oder eben dick eingepackt und gern auch geschützt
in meinem blauen Leu. Zwar habe ich den Pavillon im Garten bereits aufgebaut - die wenigen
sonnigen Momente genutzt! - aber es sieht sehr oft danach aus, als ob er sich selbstständig
machen wollte und in die Lüfte davon schweben würde... Prinzip Hoffnung: Hoffentlich bleibt er
stehen und erfreut mich und meine Nachbarn und Freunde irgendwann später im Jahr, wenn es
dann doch noch Frühling oder zumindestens Sommer geben sollte!
Aber bisher: Ein trauriges Jahr!



3. Mai


Mein lieber Freund Jaap Pronk ist am 27. April 2017 nach schwerer Krankheit verstorben.

Es tut mir sehr, sehr leid, er war so ein toller und herzensguter Mensch.
Er war ein begnadeter Tierfotograf und ein Fan der Skandinavischen Fauna und Flora.
In Östersund/Schweden haben wir uns im Jahr 2008 kennengelernt, wo er mit seiner lieben Frau
Hanneke auf dem selben Campingplatz war wie ich. Wir trafen uns dort in einem Gemeinschafts-
haus, wo auf einem Wandfernseher die Fußball Europa-Meisterschaftsspiele übertragen wurden.
Ich glaube, wir haben zusammen das Spiel Deutschland gegen Portugal gesehen, welches die
Deutschen gewonnen hatten.

In Hamburg haben die beiden mich 2010 einmal besucht. Wir sind dann u.a. einmal zum
Weihnachtsmarkt nach Lübeck gefahren und sind nur mit Zittern und Bibbern zurück nach
Hamburg gekommen, denn es hatte heftig zu schneien begonnen - und wir waren mit meinem
Auto unterwegs. Übrigens: an dem Tag habe ich dort in Lübeck auf dem kleinen Weihnachtsmarkt
am Koberg Ulrike kennengelernt.

In Wassenaar in den Niederlanden habe ich Jaap und Hanneke ein paarmal besucht. Es war immer
sehr schön und sehr vertraut! Jaap zeigte stolz seine Tierfotografien und erzählte auch von seinem
Job im Vergnügungspark Duinrell, welchen er in seinem Rentnerdasein ausgeübt hatte. Hanneke
schwärmte davon, dass sie immer mal wieder Prins Wilhelm Alexander und seine Maxima gesehen
hatte, das damalige Kronprinzenpaar der Niederlande, heute sind sie König und Königin. Damals
lebten das Kronprinzenpaar mit seinen drei Töchtern auf einem Anwesen in Wassenaar nicht weit
entfernt von Jaap und Hanneke.
Tja, das ist nun alles Geschichte!
Möge Jaap in Frieden ruhen! Er wird stets in meinem Gedächtnis bleiben! Mein Beileid und Mitgefühl
gebührt seiner lieben Frau Hanneke!




20. April

     

Besuch bei Roland. Traurig wie seit langem...


19. April

Rob, Sylvia, Claudia und meine Wenigkeit fahren morgens per Zug nach Hamburg, Treffpunkt im Zug/Bahnhof Bad Oldesloe, erster Wagen oberes Deck. Hat gut geklappt. Mit RE8 zum Hamburger Hauptbahnhof. In Hamburg ein kleiner Bummel durch die Stadt, während dem ich dann auch das erste Mal die neue Einkaufspassage im Gebäude der Skandalbank HSH Nordbank gesehen habe. Bisher habe ich diesen seelenlosen Allerweltsneubau immer konsequent gemieden.

Von dort ging es dann langsamen Schrittes Richtung Hafencity. Und mitten in der Speicherstadt tat sich dann plötzlich das Ziel unseres Ausflugs auf - guckst du:




Wir hatten uns online Karten zur Besichtigung der PLAZA der Elbphilharmonie gekauft, mit denen man auf der langen, gebogenen Rolltreppe hoch bis auf die Plaza-Ebene fahren konnte. Diese befindet sich genau auf dem alten Ziegelspeicher, auf den der Glaspalast mit dem Konzertsaal und die Wohnungen für die Superreichen gebaut worden sind. Der Pöbel darf dort einmal ums Gebäude gehen, hat zugegebener Maßen eine gute Aussicht auf den Hafen und die Stadt. Und das sah dann in etwa so aus:


Links die beiden Musical-Theater auf der Südseite der Elbe, etwa in der Bildmitte ist ein Kreuzfahrtschiff im
Dock bei Blohm & Voss zu sehen (auch wenn diese Werft jetzt vielleicht einen anderen Namen hat...).



Zum Aufwärmen haben wir uns dann im "Störtebeker" ein heißes Getränk gegönnt. Denn schließlich heißt es ja
immer "man gönnt sich ja sonst nichts!". Die beiden hier oben auf dem Foto saßen draußen, quasi auf einer
Loggia, aber wir hatten genug von dem Wind und der schneidenden Kälte. Und mal ehrlich: die beiden sehen ja
geradezu wunnebar aus, wie für dies Foto arrangiert... 

Des Tages Ende:




 

14. April - Karfreitag

Zuerst das amtlich Wichtige: Ab sofort gilt in der Vorderreihe ein Durchfahrtverbot ab 11h morgens. Wie immer
sind Taxis und Mietwagen (warum eigentlich Mietwagen?) davon ausgenommen. Radfahrer dürfen auch
weiterhin in beiden Richtungen dort fahren. Man bräuchte sich als finanziell gut ausgestatteter FDP- oder CDU-
Mann nur einen Mietwagen nehmen und könnte rund um die Uhr zum Glas Wein direkt hierher fahren

Eine gute Sache - nur viele Travemünder Pfeffersäcke glauben, ausgerechnet SIE seien vom Verbot der Einfahrt
in die Vorderreihe und anderer Straßen ausgenommen. Und das nicht nur im Mietwagen oder Taxi. Irgendwie
merkt man immer wieder: fast 50% der Bevölkerung von Travemünde ist über 65 Jahre alt (ich werde ja auch
bald dazu gehören), sie sind stur und egoistisch, rücksichtslos und frech! 

Und man merkt auch, dass sehr viele Travemünder finanziell gut ausgestattet sind, sie interessieren Verbote
nicht, fahren trotzdem durch oder mogeln sich über die Straße "Rose" Richtung Kreuzfahrtterminal, um dort
nur wenige Schritte von Läden und Lokalen zu parken. Wohl gemerkt: die Durchfahrt durch die Kurgartenstraße,
die Durchfahrt durch die Rose und das Parken am Kreuzfahrtterminal: Alles verboten! Aus gutem Grund.
Aber stören tut es die wenigsten! Frech wie ein Straßenlümmel und grinsend wie ein Arsch mit Ohren haben sie
ihre eigene Moral und formen sich daraus individuelle Gesetze. Und wen interessiert´s? Die Polizei fährt ca. alle
zwei, drei Stunden mal durch und zeigt Präsenz. Mehr nicht. Aussteigen tun die Grünkittel fast nur, wenn sie
Kaffee oder Eis holen müssen für die Kollegen... Das ist nicht fantasiert - alles schon gesehen! Und auch die
grünen Minnas fuhren dann  genau dort weiter, wo ein absolutes Durchfahrtverbot herrscht: vom Parkstreifen
am Kreuzfahrtterminal rechts (bei Junge im alten Zollhaus) rauf auf die Vorderreihe. Aber wer wagt es schon,
einen Polizisten anzuzeigen - zumal wenn zwei dieser Gattung im Auto sitzen...

Also flucht man leise in sich rein und denkt mal wieder: Wir sind eben doch nur eine Bananenrepublik...  



Mal wieder ein Prominenter zu Gast in Travemünde, der große Till Lindemann von RAMMSTEIN...
Bewundernd stelle ich fest: mit fünf attraktiven Frauen unterwegs... Tja... Wer hat, der hat!



16. März

brotherhood of men (and women!)




kleine Pause in Boltenhagen - Stärkung von Geist und Körper... oder so...:



Ich hatte darum gebeten, mir das Gegenstück vom mittleren Foto zuzumailen, auf dem dann ich hocken müsste
und gerade Reiner fotografiere. Leider kommt davon nichts... ist wohl zu umständlich, ein Foto zu mailen oder
per whatsapp zuzusenden. Schade!


15. März

Mit Reiner, Marianne und Thea per Schiff nach Lübeck gefahren, was eine ziemlich kalte Angelegenheit war. Dann durch Lübeck gebummelt und anschließend zu Gast gewesen bei den jetzigen Besitzern unseres Elternhauses in der Ziegelstraße. Wir haben uns toll unterhalten bei Kaffee und Kuchen und sind dann per Bus zurück nach Travemünde gefahren, wo Reiner mit seinem Harem in einem Landal-Haus auf dem Priwall ein paar Heimaturlaubstage verbringt.





Und jetzt warten wir alle (jede/r in seiner Behausung) gespannt auf den Wahlausgang in
den Niederlanden...



11. März


Die Niederlande hat dem Flugzeug des türkischen Außenminister Cavusoglu die Landung in den Niederlanden untersagt. Das passierte nicht spontan – ihm war vorher mitgeteilt worden, dass er in Holland nicht willkommen sei und man keinen Wahlkampf auf holländischen Boden wolle. Das hat Cavusoglu ignoriert. Und auch die für ihn per Auto eingereiste Familienministerin Fatma Kaya betraf das – auch sie hat es ignoriert. 

Was geht in den Köpfen der türkischen Regierung vor, die sich die Frechheit herausnimmt, sich gegen Anordnungen eines befreundeten Staates und seiner Regierung auf deren Staatsgebiet zu widersetzen? Und was geht im Kopf von Ministerpräsident Binali Yildirim vor, der davon spricht, die Antwort der Türkei werde in der „schwersten Art und Weise“ erfolgen. Das ist ja beinahe eine Kriegserklärung – oder was ist die schwerste Art und Weise? Und Erdogan ließ sich zu der Formulierung herab, die Holländer sollten sich zukünftig vor den Türken in Acht nehmen, sie würden "den Preis dafür bezahlen". 

Ich bin total entsetzt von diese türkischen Clique an der Macht, die die Demokratie abschaffen will und Länder wie Deutschland, Österreich und die Niederlande als faschistisch bezeichnet und ihnen Nazi-Methoden vorwirft. Da steckt ein Präsident die Opposition in die Gefängnisse, inhaftiert tausende von Journalisten und schaltet dadurch die Presse gleich - und wirft uns vor, nationalsozialistisch und faschistisch zu sein. Perverser geht´s wohl nicht!

Ich denke, Erdogan tut dies aus Berechnung: Er will, dass er auf Kritik stößt und dass er als Opfer dasteht - so erhofft er sich die Solidarisierung der türkischen Bevölkerung im In- und Ausland und erwartet, dass sie ihm bei der Volksabstimmung - dem Referendum - ihre Stimmen geben wird. Und sei es nur, um zu zeigen: mit uns Türken kann man so nicht umgehen. Glaubt jemand wirklich daran, dass der Großteil des türkischen Volkes dies erkennen wird? Ich befürchte, dass sie gar nicht wissen, was sie sich langfristig damit antun! Demokratie futsch, freie Meinungsäußerung gestorben, Presse gleichgeschaltet, das Rechtssystem tot, Tourismus und damit Einnahmen gehen zurück und die innenpolitische Lage wird eher schlechter denn besser. 

Und die Hurra-Patrioten sind nur stolz auf Recep Tayyip Erdogan...  

Für mich ist der Bogen jetzt überspannt! Ich war nie ein Freund der Türken! Und werde es nie werden! Und die Zustände bei uns und in den Niederlanden sind momentan auch nicht dazu angetan, meine Meinung zu überdenken. Bestimmt nicht! Wir sollten den hier lebenden Türken klar machen, dass hier deutsche/niederländische/österreichische Gesetze gelten und man sich daran zu halten hat. 

Wer Verhältnisse wie in Ankara und Anatolien haben will – der setze sich in einen Flieger mit Ziel Ankara oder Istanbul! Und komme bitte nie, nie wieder hierher! 

SO EINFACH IST DAS !!!!



26. Februar


Hier die voraussichtlichen Besuche von Kreuzfahrtschiffen in Travemünde. Ohne Garantie. Aber immer wieder schön!
Das Schiff oben zeigt den Riesen unter den Kreuzfahrern: die britische MS Aurora. Sie und die MS Artania müssen am Skandinavienkai festmachen, sie sind für die Vorderreihe/Ostpreußenkai zu lang. Aus welchen Gründen auch immer wird wohl die MS Balmoral auch am für "Sehleute" gesperrten Skandinavienkai festmachen. Just to your Information! 

 MS Braemar  196m  22.04., 20.7., 29.7.
 MS Deutschland  175m  11.5., 4.9.
 MS Aurora 270m 24.5., 5.7.
 MS Astoria 176m  2./3.6.
 MS Birka Stockholm 177m  6.6., 16.8.
 MS Black Watch  205m  24.6.
 MS Artania 231m 1.7.
 MS Sea Cloud II  117m  10.7.
 MS Europa  198m  12.8.
 MS Balmoral  188m  17.8.


21. Februar




13. Februar

Thema Bananenrepublik Deutschland

Volkswagen ist die meistgekaufte Automarke in diesem Land, vermute ich. Und sie hat eine lange Tradition. Wer hat in seinem Leben nicht einen VW-Käfer gefahren, später einen Golf. Jahrzehntelang konnte man das VW-Motto aus den 50er und 60er Jahren unterschreiben. Das „Wirtschaftswunder“ hat die Bevölkerung reicher werden lassen und auch diese Menschen fanden dann später ihre Autos, vom Passat über den Scirocco bis hin zum Phaeton. Der „Volkswagen“ ist aber schon lange kein Wagen für das Volk mehr, dafür ist er inzwischen erheblich zu teuer und kann von vielen nur noch als Gebrauchtwagen angeschafft werden.

Und dann kam der Abgas Skandal. Um es mal mit meinen Worten verkürzt auszudrücken: Mensch will ein gutes Auto fahren, ein verlässliches Auto und ein Auto, welches die neuesten Normen einhält und somit auch nach vielen Jahren noch gefahren werden kann. Und das ist ein löbliches Unterfangen des Käufers. Getreu dem Motto: wenn ich schon Auto fahre, dann ein gutes deutsches Produkt, verlässlich, auf dem Stand der Technik, seriös, umweltfreundlich. Und dann kommt heraus: Der VW-Konzern hat alle beschissen! Ja, wahrscheinlich andere Autobauer auch – aber es geht hier jedenfalls um DEN Autobauer Deutschlands – VW! Von dem hätte man anderes erwartet, zumal auch der Staat in Form des Bundeslandes Niedersachsen Miteigentümer ist. Und DIESER Autobauer bescheißt seine Käufer – unglaublich!

Und dieser Betrug ist kein Versehen. Nein, er scheint systemisch zu sein. Denn es waren ja nicht nur die Abgaswerte, es ist ja schon seit vielen, vielen Jahren bekannt, dass alles Verbrauchszahlen auf Betrug beruhen! Ein Auto, welches angeblich nur 4,2 Liter auf 100km verbraucht haben sollte, real aber mit 7, 8 oder 9 Litern Verbrauch von der Tankstelle fährt, ist ein Betrug am Kunden. Und dieser Betrug ist auch ein Verbrechen gegenüber dem Staat, weil nach den getürkten Verbrauchswerten die Steuer festgesetzt worden ist.

Und die Riege der Großverdiener bei VW, die davon angeblich keinerlei Kenntnis gehabt haben will, die quasi von nie nichts gehört haben will – diese Clique von Managern, Vorständen, Forschern, Designern etc. pp. tut so, als ob solch ein Betrug ohne jede Kenntnis oder Ahnung an ihnen vorbei gemauschelt worden sei. Ha ha – da lachen ja die Hühner! Das KANN nicht sein! Kein irgendwie untergeordneter Mensch in dem Konzern würde von sich aus so ein Verbrechen begehen und dafür dann allein haften. So blöd wäre niemand! Das ist meine Meinung.

Und jetzt kommt ein zweiter Skandal ins Spiel: Warum kann nicht jeder Käufer irgendeines betroffenen VW Models (oder sind sie ALLE betroffen?) vor Gericht ziehen und den Konzern wegen Betrugs auf Schadenersatz verklagen? Das wäre doch für jeden Richter ein einfaches Ding: Der versprochene Emissionswert 50, tatsächlicher Emissionswert sagen wir mal 80: Rückzahlung eines Teil des Kaufpreises, weil das gekaufte Kfz nicht den Daten, die dem Kauf zugrunde lagen, entspricht. Wo ist das Problem? Warum lassen wir uns alle so bescheißen? Und warum klagt nicht der beschissene Finanzminister? Oder die "Steuer-Gewerkschaft"? Oder das Umweltministerium? Oder die großen Autovermieter? 

Und was ist eigentlich mit Mercedes, BMW, Porsche, Opel etc.? Und wann ziehen endlich die anderen Staaten nach? Oder glaubt jemand, dass ein Fiat, ein Citroen, ein Mazda, ein Toyota oder andere Autos nicht getürkt sind oder zumindest die Werte aus Phantasiezahlen bestehen? Betrug ist doch Volkssport geworden, wer glaubt denn daran, dass gerade die Autobosse weiße Lämmer sind? Die Staatsanwaltschaften müssten aktiv werden und die Verantwortlichen verklagen und die betrogenen Käufer entschädigen lassen. 

Oder sind wir eben doch nur eine Bananenrepublik?  


(nein, ist noch kein Ostern, passt nur so gut zum Artikel)



1. Februar 2017

Blick in die Presse / Auszug aus der Mopo online von heute:

...Gegen 16 Uhr fuchtelt ein Mann laut Zeugen mit einem Messer an der Ecke Bremer Reihe herum. Zwei Prostituierte laufen in Angst zu einem Zivilpolizisten, der sich in der Nähe befindet. Als dieser die Situation klären will, geht der Messer-Mann auf ihn los. Der Polizist kontert mit Pfefferspray, der Täter flieht in Richtung der Kneipe „Zum Frühaufsteher“. Der Beamte läuft hinterher, bringt den Angreifer zu Boden.

Der Mann kann sich offenbar befreien. Dann versucht er laut Polizei erneut, den Polizisten mit dem Messer anzugreifen. Der Beamte zieht seine Waffe und schießt mehrfach. Mit drei Schüssen ins Bein wird der Angreifer nach MOPO-Informationen gestoppt.

Kurz darauf eskaliert die Lage. Mehrere Männer, offenbar Bekannte des niedergeschossenen Mannes, rücken an, rufen „This is not America!“. Mit einer Hundertschaft bringt die Polizei die aufgebrachte Meute unter Kontrolle.
Weitere Hintergründe sind noch unklar. (Zitat Ende)
– Quelle: http://www.mopo.de/25660306 ©2017

Also ehrlich - was soll das? Was läuft falsch in Deutschland?  Was bilden sich diese Menschen ein?
Da beschützt ein Polizist unbeteiligte Menschen und sieht sich selbst in Gefahr. Dann schießt er dem Täter aus Notwehr ins Bein (er schießt ihn nicht blindwütig "über den Haufen"!) und macht ihn so kampfunfähig. So weit - so gut!
Ja, meiner Meinung nach ist das gut, genau richtig.

Und dann rückt der Mob an und bringt den Polizisten in Gefahr und "verteidigt" den wild gewordenen Verbrecher...
Was bilden sich diese "Bekannte" des Täters ein?
 
Und dennoch wird es wahrscheinlich dazu kommen, dass e Polizei die Personalien des Täters und des Mobs aufschreibt und die Männer dann alle direkt wieder laufen lässt.

Die Unterlagen werden an die Justiz gehen und die wird nichts machen. Geringfügigkeit oder was weiß ich. Die finden schon in den tausenden von Paragrafen irgendwas, damit sie nicht aktiv werden müssen und diese Idioten sich einen feixen.

Und so geht es dann weiter und weiter und weiter...
Und die Politik fragt sich, woher die Politikverdrossenheit in Deutschland kommt. Woher die Angst kommt.

PS um Mitternacht:

Der NDR ist in seiner Meldung etwas konkreter: Der Angreifer war ein Ghanaer (33) und der aufgebrachte Mob soll aus "Schwarzen" bestanden haben, sie sollen dem 46 Jahre altem Polizisten Rassismus vorgeworfen haben.
Und so ward aus einem aggressiven Messermann ein Opfer und aus einem pflichtbewussten Polizisten ein bepöbelter Rassist. Schöne heile Welt!  


30. Januar 2017

Veranstaltungen 2017 in Travemünde und wichtiges in der Region

Alle Veranstaltungen OHNE eine Ortsbezeichnung finden hier in Travemünde statt.


14. – 17. April          Osterfest und Ostermarkt
28. April - 1. Mai      Maivergnügen
13. Mai                     Anbaden am Kurstrand
18. – 21.Mai             Blues Baltica, Marktplatz Eutin
25. – 28. Mai            Promenadenfest
2. – 5. Juni               Travemünde Jazzt
2. – 5. Juni               Strandklang Scharbeutz/selbstgemachte Musik im Kurpark
20. Juni – 12. Sept.  Musik am Meer
22. Juni – 17. Sept.  Lesungen im Park
23. - 25. Juni            Beach Handball Nordermole
23. - 25. Juni            JazzBaltica, Evers Werft Niendorf
30. Juni – 02. Juli     Shanty-Festival
2. Juli                        Strandfrühstück (Travemünde und in vielen Orten)
15. Juli                      Lions Sommerfest mit tollem Flohmarkt
21. – 30. Juli             Travemünder Woche
4. - 6. August            BouleTurnier Strandpromenade
16. – 27. August       Kino unterm Ostseehimmel (€)
18. - 20. August        Beetle Sunshine Tour
8. – 10. Sept.            Seebad-/Seefahrerfest
22. – 24. Sept.          Lichterzauber im Godewindpark
29. 9. – 03. 10.         Herbstdrachenfest am Strand
25. 12. – 01. 01.       Neujahrsgarten – Winterzauber am Meer

Ohne Garantie!



24. Januar 2017

Schon jetzt ein highlight der Herrschaft von Donald dem Ersten: das Unwort des kommenden Jahres.
Ja, es ist schon da, der Donald ist halt ein ganzer ein schneller:

  

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Türkischer Nationalismus
Berliner Taxifahrer bedrohen Özdemir
FRANKFURTER RUNDSCHAU, 24.01.2017, von Markus Decker

Türkischstämmige Bundestagsabgeordnete in Berlin haben massive Probleme mit aggressivem Verhalten nationalistischer türkischstämmiger Taxifahrer. Hauptgrund ist die Unterstützung für die im vorigen Sommer verabschiedete Armenien-Resolution des Parlaments, in der das gewaltsame Vorgehen des Osmanischen Reiches gegen die Armenier als „Völkermord“ deklariert wird. Dies ist dem Regime des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ein Dorn im Auge.

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat sich nun in einem Brief an die Innung des Berliner Taxigewerbes e.V. beschwert und gefordert, dass etwas gegen diesen Zustand unternommen werde. So sei ihm sowohl vom Bundeskriminalamt als auch von einigen Berliner Taxifahrern abgeraten worden, weiterhin Transfers mit dem Taxi wahrzunehmen, so Özdemir. Alevitische und kurdische Taxifahrer hätten ihn sogar angesprochen und erzählt, da gebe es andere Fahrer, die gesagt hätten: „Ich mach den kalt. Oder: Ich spucke dem ins Gesicht.“ Es sei auch nicht bei verbalen Aggressionen geblieben. Zum Beispiel habe ein Fahrer, als er merkte, wen er beförderte, plötzlich das Tempo verschärft, um seiner Wut über Özdemir Ausdruck zu verleihen. Dessen kleiner Sohn saß unterdessen mit im Auto... ... ... (Auszug, Zitat Ende)

Ach - meine Freunde die Türken, immer wieder für neue Überraschungen gut. Man stelle sich vor, sie würden Mitglied der EU... Dann würde ich nach Norwegen oder England auswandern... Oder nach Island... Oder Übersee, z.B. nach Trump-Country, dort wird ja jetzt alles besser ;-)



20. Januar 2017

Heute um 18.00 Uhr unserer Zeit wird dieses - darf man das sagen? - Schwein zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt.
Was für eine Katastrophe!
Und selbst wenn man vermutet und womöchlich recht hat, dass bei den Wahlen nicht alles korrekt zugegangen ist, so kann man wohl doch auch sagen:
Mit den Amerikanern muss irgendwas nicht stimmen! Es müssen ja immer noch viele Millionen sein, die ähnlich denken und sich benehmen wie er, Donald Trump - sonst hätten sie ihm ja nicht ihre Stimme gegeben.
Armes Amerika!



 













12. Januar 2017

Hier nun die versprochenen Fotos aus dem "Gusto Joda", meinem neuen Lieblingscafé in Travemünde.
Die Adresse lautet: Vorderreihe 26, gelegen mittig zwischen Kreuzfahrtterminal und der Autofähre.

 

 

 

  Eis von Möwenpick.

  Mit einem Klick auf das Logo links kommst du auf die Homepage das Cafés.

Fotos zur Verfügung gestellt vom Inhaber, Klaas Joda. Vielen Dank!
Zur Beachtung: Bis ca. Ende März Dienstags Ruhetag.




im Januar 2017

 
Kalt. Windig. Ungemütlich. Nix los hier kurz vor dem Polarkreis...
Immerhin Cappu ( ...Tee, Wein... und  sonstige Getränke) sowie Käsekuchen in meinem neuen Lieblingscafe in Travemünde, dem "Gusto Joda" in der Vorderreihe in der Nähe der Autofähre zum Priwall. Es gibt genannte Kaffee- und Teespezialitäten, dazu Kuchen und eine Tageszeitung hängt auch aus. Dazu ist Herr Joda - er heißt wirklich so - ein sehr netter Mensch. Herz - was willst du mehr?! 


Hier und heute ein "schnelles" Fotos der Kaffee-/Teestube oder neudeutsch: des coffeeshops.
Es gibt verschiedene kleine Tische und diesen großen Tisch für Gruppen oder für Mutige zum
Klönen und Kennenlernen... Draußen vor der Tür (Wolfgang Borchert lässt grüßen) stehen zwei Bänke.


24. November


24.07.2015   10:27 Uhr

(entnommen aus der online ausgabe des heutigen "tagesspiegel")

Straßenverkehr und Gerechtigkeit
Bußgeld sollte vermögensabhängig sein


Wenn ein Hartz-IV-Empfänger für zu schnelles Fahren so viel bezahlt wie ein Millionär, ist das ungerecht.
Plädoyer für vermögensabhängiges Bußgeld.

von Malte Lehming

Wer Ungleiche gleich behandelt, verschärft die Ungleichheit. Eine Karikatur kann das illustrieren: Die Bremer Stadtmusikanten – Esel, Hund, Katze, Hahn – stehen vor einem Baum. Die Lehrerin daneben sagt: „Aus Gleichheitsgründen bekommt ihr alle dieselbe Aufgabe. Klettert auf diesen Baum!“
Vor dem Gesetz sind alle gleich, heißt es. Aber das stimmt nicht. Wenn durch ein Urteil oder durch einen Strafbefehl eine Geldstrafe verhängt wird, muss der Verurteilte diese in Tagessätzen begleichen. Die Höhe des Tagessatzes bemisst sich nach den sozialen Verhältnissen des Delinquenten. In die Berechnungen fließen Faktoren wie Einkommen und Unterhaltszahlungen ein. Die Strafe, das ist der ausdrückliche Sinn dieser Regelung, soll die unterschiedlichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Täter reflektieren. Ein Reicher muss also mehr bezahlen als ein Armer. Ungleichbehandlung schafft Gerechtigkeit.
Doch warum werden Bußgelder in Deutschland von dieser Regelung ausgenommen? Das verstehe, wer will. Sinnvoll und gerecht ist diese Praxis jedenfalls nicht. Wer in einer geschlossenen Ortschaft 28 Stundenkilometer zu schnell fährt, muss laut aktuellem Bußgeldkatalog 100 Euro bezahlen und erhält einen Punkt in Flensburg. Einem Hartz-IV-Empfänger tut das ziemlich weh, einen Millionär kratzt es gar nicht. Für den einen hat die Strafe einen spürbaren Effekt, der andere begleicht sie aus der Portokasse.
Mehr soziale Gerechtigkeit könnte auch die Sicherheit auf den Straßen erhöhen

Die Linke, das muss fairerweise gesagt werden, fordert seit langem einkommensabhängige Bußgelder. Nur als solche hätten sie eine „erzieherische Wirkung“. In diesem Fall würde mehr soziale Gerechtigkeit auch die Sicherheit auf den Straßen erhöhen. Die Grünen dagegen, die Partei der Besserverdienenden, hat gerade erst wieder eine drastische Erhöhung der Bußgelder für Falschparker verlangt – ohne soziale Komponente. „Immer mehr Menschen ärgern sich zu Recht über zugestellte Geh- und Radwege“, sagte deren verkehrspolitischer Sprecher Stephan Kühn, „über zugeparkte Behindertenparkplätze und blockierte Straßenbahnen und Busse.“

Das stimmt zwar, aber für wohlhabende Menschen lohnt sich das Kalkül. Unzulässiges Parken auf Geh- oder Radwegen wird mit 20 bis 30 Euro geahndet. Der Bequemlichkeitsvorteil plus die eingesparten Parkgebühren gleichen diese Summe oft aus. Wer seinen roten Ferrari Testarossa – Kaufpreis rund 200.000 Euro – mitten auf dem Bürgersteig abstellt, handelt zwar asozial, aber in Anbetracht seiner Vermögensverhältnisse durchaus rational.
Länder wie Finnland oder die Schweiz durchkreuzen diese Art Rationalität. In ihnen orientiert sich die Höhe der Strafe für Verkehrssünder an deren Vermögensverhältnissen. In Finnland etwa musste Formel-1-Rennfahrer Kimi Räikkönen vor zehn Jahren 30.000 Euro Strafe zahlen, weil er die Papiere für seinen Bootsanhänger nicht vorweisen konnte und zwei zusätzliche Außenspiegel an seinem Fahrzeuggespann fehlten.
Ein Eidgenosse zahlte 200.000 Euro für Raserei
Vor zwei Jahren wiederum zahlte Anders Wiklöf, einer der reichsten Finnen, 95.000 Euro für eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 27 km/h innerhalb einer geschlossenen Ortschaft. Und von Reima Kuisla, ebenfalls Millionär, wurden 54.024 Euro verlangt, weil er 14 km/h zu schnell gefahren war (Kuisla ging gerichtlich dagegen vor und musste am Ende 5346 Euro bezahlen). Den Rekord in der Schweiz wiederum hält ein Eidgenosse, der vor fünf Jahren mit über 130 Stundenkilometern durch einen Ort gebraust war. Der habe „aus purer Lust an der Geschwindigkeit“ die Verkehrsregeln missachtet, befand das Gericht und verurteilte den wohlhabenden Raser zur Zahlung von rund 200.000 Euro.

Im Englischen heißt der Fachbegriff für vermögensabhängige Strafen „progressive punishment“. Ähnlich wie bei der Steuergesetzgebung, wo Reiche ebenfalls durch die Progression stärker belastet werden als Arme, ist die Idee dahinter so einfach wie genial: In einer ungleichen Welt müssen die Ungleichen ungleich behandelt werden, damit Gerechtigkeit entsteht. Es ist höchste Zeit, dass diese Debatte auch in Deutschland geführt wird. Zum Wohle des Straßenverkehrs, der Verkehrsteilnehmer, der gesellschaftlichen Gerechtigkeit – und der Staatskassen. Betroffen davon wären nur die, die es sich leisten können und nur dann, wenn sie grob gegen Gesetze verstoßen.

"Im Ergebnis verschleiert diese Geld-Gerechtigkeitsdebatte nur die wirklich sinnvollen und nötigen Maßnahmen: Richtig kontrollieren, Wiederholungstäter erkennen und Wiederholungstaten effektiv verhindern mit Maßnahmen, die nötigenfalls wirklich `weh tun´. Mit ein bisschen Geldstrafe wird gar nix verhindert."
...schreibt ...

(bis hier: Zitat aus dem Berliner "Tagesspiegel" online vom 24.11.2016)


Mein Kommentar

Ja - jetzt treiben die Entscheidungsträger und vor allen Dingen Presse, Rundfunk und Fernsehen eine neue Sau durchs Dorf. Oder sie wollten es zumindest, aber so ein richtiger Burner ist das nicht, nachgedacht hat dort in den Schreibstuben wohl niemand. Es sind eben in erster Linie Schreiberlinge und keine Denker.
Aber der Reihe nach: Jetzt wird plötzlich gefordert, dass Bußgelder ebenso wie Geldstrafen vermögensabhängig verhängt werden sollen. Und natürlich ist das richtig! Also wenn ich wegen Parkens auf dem Bürgersteig mit - was weiß ich? - 50€ belangt werde, ist das zwar ärgerlich, tut auch ein bisschen weh, ist aber verkraftbar. Ich werde es künftig nicht mehr tun und mein Geld lieber sinnvoll ausgeben. Wenn ein Arbeitsloser, ein Hartz4 Empfänger, eine alleinerziehende Mutter, ein/ Verkäufer/in 50€ abdrücken muss, kann das schon ans Eingemachte gehen und Wunden schlagen. Wenn aber Herr Hoeneß oder mein Bürgerschaftsabgeordneter oder mein Hausbesitzer oder sonst ein "Besserverdiener" 50€ zahlen muss, sagt er sich doch nur: Besser für 50€ geparkt als mit der S-Bahn gefahren...

Aber - sind wir doch mal ehrlich - das sind für die Reichen und Begüterten, die Steuerhinterzieher und Anlagenkönige doch nur Peanuts. Wer im Steakhaus nur für sein Steak ohne alle Zutaten und Getränke bereits 90€ ausgibt - ich war dabei! - den interessieren doch Bußgelder nicht. Jedenfalls nicht, wenn sie so wie jetzt erhoben werden. Aber auch das vermögensabhängige Bußgeld ist doch nur die halbe Miete!

Nein, ich denke, es müsste in etwa so erhoben werden:

Meine 50€ Bußgeld und die 500€ Bußgeld (oder mehr weil vermögensabhängig!) des Millionärs sind erst der Anfang. Wir leben im Computerzeitalter und in Flensburg sitzt die Behörde dafür. Dort werden die Bußgelder verwaltet. Wenn der Delinquent ein zweites Mal auf dem Bürgersteig parkt, sollte sich das Bußgeld verdoppeln. Beim dritten Mal verdreifacht sich die Summe, beim vierten Mal ergo vier Mal so viel wie am Anfang. Macht für mich nach 50€ dann 100€, dann 300€ dann 1200€, dann 6000€. Wenn es für den Großverdiener anfangs 500€ sind, dann steigt es eben weiter auf 1000, dann 3000, 12000 und so weiter. Und das für alle Vergehen, egal ob geahndet mit Verwarnungsentgelten, Bußgelder, Strafen oder was auch immer. Und auch das sollte klar sein: Punkte in Flensburg und die daraus folgenden Bußgelder/Strafen dürfen nicht nach bestimmten Fristen gestrichen werden - nein, denn entweder ist ein Verkehrsrowdy geläutert und hält sich an Ordnung und Gesetz, oder eben nicht, und dann müssen diese Vergehen eben drastisch geahndet werden.

Und irgendwann muss dann ein Passus fassen, der aus einem Auto ein Tatwerkzeug macht. Wer also trotz hoher Strafen sein Auto weiter rechtswidrig nutzt, der verliert den Führerschein UND sein Auto. Den Verbrechern, die mit Messern rumhantieren, Waffen nutzen, mit Baseballschlägern andere Leute halb tot schlagen o.ä. werden doch auch ihre Tatwerkzeuge abgenommen. Genau das müsste mit den Fahrzeugen der Täter im Straßenverkehr auch passieren. Weg damit, gleich verkaufen und den Gewinn in den Weißen Ring oder eine andere Organisation stecken, die sich um Unfallopfer oder sonstige hilfebedürftige Menschen kümmern.
Und ich wette: Dann hört der Krieg auf den Straßen auf. Und ehrlich: Das ist Krieg, was sich auf unseren Straßen abspielt!