Tagebuch, Aktuelles, Informationen, Meinungen                                               

25. März


Das mittlere Gebäude der Waterfront Promenadenvillen auf dem Priwall zwischen Strand und Passat hat bereits Scheiben erhalten, sie folgendes Foto, Gebäude in der Mitte. Unten weitere Fotos aus anderen Perspektiven. Im Hintergrund des dritten Fotos - hinter das Passat und nicht gerade schön anzusehen - eine Parkpalette, bestehend aus vier Geschossen, wenn ich es richtig sehe...
Das alles leider wieder nur für die Reichen... Ich kann da nur von träumen... Schade eigentlich!






Und nun an alle Freunde, Verwandte, Bekannte, Kollegen, Fans und weitere Leser dieser Zeilen, egal ob bekannt oder der/die große Unbekannte ein

F R O H E S    W O C H E N E N D E   !!!


Noch was fürs Auge:


(aus dem net - zugeschickt von Bärbel)


Meine Beschäftigung gestern. Eine Nachbarin hat sich bei der
Hausverwaltung darüber beklagt, dass die Hecke zwischen
meinem und ihrem Garten zu hoch gewachsen sei. Klar, sie 
hatte mich darum schon mal gebeten, ich hatte ihr aber gesagt,
es sei mir noch zu kalt dafür. Wir hatten doch wochenlang fast
immer Temperaturen kurz über Null - und fast immer nur grau
in grau. Aber statt mich nun nochmal selbst aufzufordern oder
zu erinnern - wir sind schließlich Nachbarn und Garten-Nachbarn! - 
wählt sie den Weg über die Verwaltung. 

Natürlich habe ich dann postwendend diese zugegebenermaßen
nicht gerade freudige Betätigung vorgenommen und die Hecke
um circa 60 cm gekürzt. Und natürlich auch in der Tiefe (auf
meiner Seite) beschnitten. Die Hecken haben eine Länge von
geschätzten 20 Meter oder mehr, wovon ein 
Teil so tief ist, dass
er von beiden Seiten angegangen werden musste. Doppelte
Arbeit mit dem Stellen der Leiter auf tiefer Erde und der Zuführung
des Elektrokabels...
Das Foto 
oben zeigt ein Teil des Chaos...
Diese Sache wird aber 
auch den Kontakt zwischen ihr und mir
gegen Null setzen. 
So etwas arrogantes!
Und ich kann 
nachtragend sein! 

Immerhin habe ich gestern einen sonnigen Tag erwischt.
Danach hatte ich Rücken...



Selbstportrait - neudeutsch selfie genannt - von mir heute morgen aus dem 
Bett heraus. Kurz nach acht, bisschen peinlich, aber immerhin hatte ich schon
vor sieben Uhr die Zeitung der Nachbarin an die Tür gehängt. Dann aber doch
schnell noch mal wieder rein in die Federn...   

Und jetzt kann der Tag beginnen. Mit Sonnenschein bei 9° im Schatten.





22. März


19. März

So, mein Bruder und seine zwei ( 2 !!!) Begleiterinnen sind wieder in das geliebte Königreich der 
Niederlande zurück gereist. Standesgemäß per Jet. Hier der Überflug der Grenze rein ins Land wo 
Millionen Tulpen blühen, der Käse an allen Ecken stinkt und wo man seit den 80er Jahren wieder 
Fußball erlernen will... Ohne Erfolg...

 
Rechts oben der Flieger EWG4010 (Eurowings) kurz hinter Papenburg. Herr Meyer lässt grüßen. 

... und schon ist er kurz vor dem touchdown auf Schiphol Airport. 45 Minuten Flug.

Vielen Dank ihr Lieben. Mein besonderer Dank geht an Marianne, die das ganze organisiert hat.
Ohne sie hätte Reiner den Ar... nicht hoch gekriegt. Und so haben wir drei Geschwister unser
Elternhaus mal wieder gesehen. Nicht nur von außen, sondern zu Kaffee und Kuchen eben auch 
drinnen. Vielen Dank den jetzigen Besitzern für soviel Freundlichkeit und Vertrauen! 
Sylvia, unsere jüngste Schwester, die auch dort ihre ersten Jahre verbracht hat, hat
keine Erinnerung an jene Zeit mehr. Deshalb waren wir nur zu dritt bei den jetzigen 
Eigentümern, die das Haus ca. 1980 erworben hatten.  

Und ich muss jetzt wieder allein sein und als einsamer Wolf Travemünde durchstreifen...
Hier telefoniere ich mit Bärbel, beobachtet von Big Brother - mir doch egal:




16. März

brotherhood of men (and women!)




kleine Pause in Boltenhagen - Stärkung von Geist und Körper... oder so...:



15. März

Heute wäre unser Vater 93 Jahre
alt geworden...

Zur Erinnerung sind wir drei älteren Geschwister zum Haus unserer Kindheit gefahren und haben dort - auf Einladung der jetzigen Besitzer - einen sehr schönen Nachmittag mit Kaffee, Kuchen und tollen Gesprächen gehabt. Danke Familie D.!!!

Dann bin ich mit Reiner, Marianne und Thea noch ein wenig durch Lübeck gebummelt, bevor es zurück nach Travemünde ging, wo Reiner mit seinem Harem in einem Landal-Haus auf dem Priwall ein paar Heimaturlaubstage verbringt.
Hin ging es mit dem Schiff nach Lübeck, zurück per Bus - guckst du:





Und jetzt warten wir alle (jede/r in seiner Behausung) gespannt auf den Wahlausgang in
den Niederlanden...



11. März


Die Niederlande hat dem Flugzeug des türkischen Außenminister Cavusoglu die Landung in den Niederlanden untersagt. Das passierte nicht spontan – ihm war vorher mitgeteilt worden, dass er in Holland nicht willkommen sei und man keinen Wahlkampf auf holländischen Boden wolle. Das hat Cavusoglu ignoriert. Und auch die für ihn per Auto eingereiste Familienministerin Fatma Kaya betraf das – auch sie hat es ignoriert. 

Was geht in den Köpfen der türkischen Regierung vor, die sich die Frechheit herausnimmt, sich gegen Anordnungen eines befreundeten Staates und seiner Regierung auf deren Staatsgebiet zu widersetzen? Und was geht im Kopf von Ministerpräsident Binali Yildirim vor, der davon spricht, die Antwort der Türkei werde in der „schwersten Art und Weise“ erfolgen. Das ist ja beinahe eine Kriegserklärung – oder was ist die schwerste Art und Weise? Und Erdogan ließ sich zu der Formulierung herab, die Holländer sollten sich zukünftig vor den Türken in Acht nehmen, sie würden "den Preis dafür bezahlen". 

Ich bin total entsetzt von diese türkischen Clique an der Macht, die die Demokratie abschaffen will und Länder wie Deutschland, Österreich und die Niederlande als faschistisch bezeichnet und ihnen Nazi-Methoden vorwirft. Da steckt ein Präsident die Opposition in die Gefängnisse, inhaftiert tausende von Journalisten und schaltet dadurch die Presse gleich - und wirft uns vor, nationalsozialistisch und faschistisch zu sein. Perverser geht´s wohl nicht!

Ich denke, Erdogan tut dies aus Berechnung: Er will, dass er auf Kritik stößt und dass er als Opfer dasteht - so erhofft er sich die Solidarisierung der türkischen Bevölkerung im In- und Ausland und erwartet, dass sie ihm bei der Volksabstimmung - dem Referendum - ihre Stimmen geben wird. Und sei es nur, um zu zeigen: mit uns Türken kann man so nicht umgehen. Glaubt jemand wirklich daran, dass der Großteil des türkischen Volkes dies erkennen wird? Ich befürchte, dass sie gar nicht wissen, was sie sich langfristig damit antun! Demokratie futsch, freie Meinungsäußerung gestorben, Presse gleichgeschaltet, das Rechtssystem tot, Tourismus und damit Einnahmen gehen zurück und die innenpolitische Lage wird eher schlechter denn besser. 

Und die Hurra-Patrioten sind nur stolz auf Recep Tayyip Erdogan...  

Für mich ist der Bogen jetzt überspannt! Ich war nie ein Freund der Türken! Und werde es nie werden! Und die Zustände bei uns und in den Niederlanden sind momentan auch nicht dazu angetan, meine Meinung zu überdenken. Bestimmt nicht! Wir sollten den hier lebenden Türken klar machen, dass hier deutsche/niederländische/österreichische Gesetze gelten und man sich daran zu halten hat. 

Wer Verhältnisse wie in Ankara und Anatolien haben will – der setze sich in einen Flieger mit Ziel Ankara oder Istanbul! Und komme bitte nie, nie wieder hierher! 

SO EINFACH IST DAS !!!!



7. März

Ein wenig museale Atmosphäre auf der Homepage eines alten Mannes... 


Nur zur Info: 
Ich habe NICHTS manipuliert, alles original so fotografiert.

Allerdings: Die interessierte Dame gehört nicht zum Kunstobjekt.
Die Kunst befindet sich vor ihr, die Kommentare und das Design hier auf der Homepage
habe ich dazugefügt... 
Ob es der Lady in black gefallen hat? 


 

4. März

Heute vor genau 71 Jahren benachrichtigte das bayrische Rote Kreuz Frau Bertha Runge über den Aufenthalt ihres Sohnes, des Gefangenen Karl Runge. Wenn man es mir richtig erzählt hat, war jener Herr als Besatzungssoldat in Frankreich. Bei Kriegsbeginn war er 15 Jahre alt. 

Er sollte sechs Jahre später mein Vater werden.  






2. März


Sowas kann man alles in Travemünde sehen - wenn man Glück hat...


27. Februar

Heute vor 48 Jahren starb mein Vater.
Also mein Vater und damit auch der Vater von Reiner, Claudia und Sylvia, meinen Geschwistern.

Mein Vater 1924 als wohlbehütetes Baby:



So fing es an am 15. Dezember 1951.
Hochzeit in Lübeck, nachdem die beiden sich ein paar Jahre vorher in England kennengelernt hatten:



Das Leben muss wohl sehr schwer gewesen sein: Krieg, Entbehrungen, Lehre, vier Kinder großziehen...
Ich finde, man sieht es zumindest meinem Vater an:



Das bittere Ende, mit 44 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben:

 


26. Februar


Hier die voraussichtlichen Besuche von Kreuzfahrtschiffen in Travemünde. Ohne Garantie. Aber immer wieder schön!
Das Schiff oben zeigt den Riesen unter den Kreuzfahrern: die britische MS Aurora. Sie und die MS Artania müssen am Skandinavienkai festmachen, sie sind für die Vorderreihe/Ostpreußenkai zu lang. Aus welchen Gründen auch immer wird wohl die MS Balmoral auch am für "Sehleute" gesperrten Skandinavienkai festmachen. Just to your Information! 

 MS Braemar  196m  22.04., 20.7., 29.7.
 MS Deutschland  175m  11.5., 4.9.
 MS Aurora 270m 24.5., 5.7.
 MS Astoria 176m  2./3.6.
 MS Birka Stockholm 177m  6.6., 16.8.
 MS Black Watch  205m  24.6.
 MS Artania 231m 1.7.
 MS Sea Cloud II  117m  10.7.
 MS Europa  198m  12.8.
 MS Balmoral  188m  17.8.






25. Februar

Heute hatte ich mal wieder eine kombinierte Geschichte am Laufen: Zugfahrt, S-Bahnfahrt, Busfahrt, Kaffee im Cafe May (Foto) an der Fuhle (den Laden hat es zu meiner Zeit leider noch nicht gegeben!) und ein Konzert in meiner ehemaligen Heimatgemeinde in Barmbek-Nord: St. Gabriel am Hartzlohplatz.


Das war alles irgendwie schön. Und alles irgendwie gewöhnungsbedürftig.
Schön war es, das alles mal wieder zu sehen. Schön war die Musik, dargeboten von Studenten der Hochschule für Musik und Theater. Gemanagt von Silke. Dank ihr und den tollen Musikern!
Mies war das ekelige Wetter, das Spaziergänge irgendwie verbot. Schade, aber sobald es wärmer und vor allen Dingen trockener wird, werde ich mal wieder Barmbek und Eilbek erbummeln.
Schön war es auch, alte Gesichter wieder zu sehen und zu treffen, unter anderem Silke, Sylvia, Petra, Ulrike, Harald und einige aus Silkes Freundeskreis, die aber achtlos an mir vorüberspazierten... 


Für die heutige Veranstaltung hat wohl niemand bedacht, dass das Sitzen auf kleinen, engen und harten Holzbänken in einer Kirche nicht gerade angenehm ist. Außerdem zog es dann von hinten in die Kirche hinein und etliche Leute mussten zwischendurch Kinder bändigen oder die gefliesten Nebenräume aufsuchen. Der Typ vor mir kam zu spät und tat dann so, als würde er alle Musikstücke kennen und zeigte dies durch rhythmisches Gewackel des Kopfes und des ganzen Oberkörpers... Eine Reihe vor ihm ein nicht mehr ganz junges Pärchen, das wohl kein Zuhause hat: sie schmusten herum, kicherten, alberten und grinsten den Wackeltyp hinter sich provozierend an, als dieser sich wohl die Störungen verbat... 

Nach 1:47h gab es dann endlich die versprochene Pause (Originalton Silke: das Konzert wird zweimal eine Stunde dauern und in der Pause gibt es etwas zu Essen und zu Trinken), da hatte sich die Kirche schon um etwa ein Drittel der Gäste geleert. Das Foto oben zeigt allerdings den Zustand vielleicht zwanzig Minuten vor Beginn - sie war dann schließlich wirklich gut besucht. Ich kenne diese Kirche aus meiner Zeit immer nur fast leer... Aber diese harten Bänke und diese dauernde Unruhe gab mir dann zur Pause den Rest - ich habe mich auf den Weg zurück nach Travemünde gemacht.

Und im Zug fand ich dann wieder ein Beispiel von Ignoranz und Proletentum: diese eigentlich "normal" aussehende junge Frau glaubte, ihre Schuhe auf den Sitz vor sich stellen zu müssen. Sie war bestimmt keine junge Göre mehr, sie war bestimmt Mitte zwanzig - und trank Bier mit ihrem Liebsten zusammen. Füße auf einen Sitz - tut man sowas? Was geht in den Köpfen solcher Leute vor? Ich habe sowas in meinem ganzen Leben nicht gemacht, das wäre mir viel zu peinlich gewesen und zu primitiv!
Mit anderen Worten gesagt: Ich hasse dieses Proletenpack!


23. Februar

Heute habe ich zufällig in dem Wust von Material aus dem 
Nachlass unserer Eltern ein Foto gefunden, auf dem ich vor 
wohl 60 Jahren vor meinem Kindergarten zu sehen bin.
Dem "Herrenhaus" in Lübeck in der Nähe der Autobahn A1.
Ein Glücksfund! Klein Helge sieht jedenfalls nicht unglücklich aus...


21. Februar



Seitdem ich Ärger mit 1&1 habe und diese Seite immer wieder in Stress ausartet, schwindet auch
meine Lust am Publizieren. Ärgerlich. Okay - ich gelobe Besserung. Es kommen jetzt ja auch
wieder die Zeiten, in denen man gerne spazieren geht oder die Gegend auf dem Velociped erkundet.

Es wird ja auch gerade sooo viel gebaut in Travemünde, das ist schon beinahe beängstigend. Zumal
man vergessen hat, für weiteren bzw. anderen Parkraum zu sorgen... Na ja, gibt ja Züge und Busse...
Aber die vielen neuen Häuser und Promenaden sind für den Tourismus bestimmt nicht schlecht,
irgendwie schläft die Gros der Bewohner hier nur den Schlaf der Gerechten und findet alles so gut, 
wie es ist. Natürlich - sie haben ihre Schäfchen ja im Trockenen. Andere? Das ist dem Klüngel doch
egal! Dabei kann man in Mecklenburg-Vorpommern sehen, wie es auch geht. Die Angebote sind 
dort vielfach schon erheblich vielfältiger... 

Also im Moment sitze ich noch lieber beim Barista und schlürfe meinen Cappu. Und lese den
Tagesspiegel. In diesem Sinne: das war ein kurzer Blick in die äußeren Bereiche meiner Seele...
Ich freue mich auf bessere Zeiten!! Und damit tschüs und bye bye bis zum nächsten Eintrag!

Ach ja: Helau und Alaaf!!!


(entliehen aus dem Berliner Tagesspiegel)


13. Februar

Thema Bananenrepublik Deutschland

Volkswagen ist die meistgekaufte Automarke in diesem Land, vermute ich. Und sie hat eine lange Tradition. Wer hat in seinem Leben nicht einen VW-Käfer gefahren, später einen Golf. Jahrzehntelang konnte man das VW-Motto aus den 50er und 60er Jahren unterschreiben. Das „Wirtschaftswunder“ hat die Bevölkerung reicher werden lassen und auch diese Menschen fanden dann später ihre Autos, vom Passat über den Scirocco bis hin zum Phaeton. Der „Volkswagen“ ist aber schon lange kein Wagen für das Volk mehr, dafür ist er inzwischen erheblich zu teuer und kann von vielen nur noch als Gebrauchtwagen angeschafft werden.

Und dann kam der Abgas Skandal. Um es mal mit meinen Worten verkürzt auszudrücken: Mensch will ein gutes Auto fahren, ein verlässliches Auto und ein Auto, welches die neuesten Normen einhält und somit auch nach vielen Jahren noch gefahren werden kann. Und das ist ein löbliches Unterfangen des Käufers. Getreu dem Motto: wenn ich schon Auto fahre, dann ein gutes deutsches Produkt, verlässlich, auf dem Stand der Technik, seriös, umweltfreundlich. Und dann kommt heraus: Der VW-Konzern hat alle beschissen! Ja, wahrscheinlich andere Autobauer auch – aber es geht hier jedenfalls um DEN Autobauer Deutschlands – VW! Von dem hätte man anderes erwartet, zumal auch der Staat in Form des Bundeslandes Niedersachsen Miteigentümer ist. Und DIESER Autobauer bescheißt seine Käufer – unglaublich!

Und dieser Betrug ist kein Versehen. Nein, er scheint systemisch zu sein. Denn es waren ja nicht nur die Abgaswerte, es ist ja schon seit vielen, vielen Jahren bekannt, dass alles Verbrauchszahlen auf Betrug beruhen! Ein Auto, welches angeblich nur 4,2 Liter auf 100km verbraucht haben sollte, real aber mit 7, 8 oder 9 Litern Verbrauch von der Tankstelle fährt, ist ein Betrug am Kunden. Und dieser Betrug ist auch ein Verbrechen gegenüber dem Staat, weil nach den getürkten Verbrauchswerten die Steuer festgesetzt worden ist.

Und die Riege der Großverdiener bei VW, die davon angeblich keinerlei Kenntnis gehabt haben will, die quasi von nie nichts gehört haben will – diese Clique von Managern, Vorständen, Forschern, Designern etc. pp. tut so, als ob solch ein Betrug ohne jede Kenntnis oder Ahnung an ihnen vorbei gemauschelt worden sei. Ha ha – da lachen ja die Hühner! Das KANN nicht sein! Kein irgendwie untergeordneter Mensch in dem Konzern würde von sich aus so ein Verbrechen begehen und dafür dann allein haften. So blöd wäre niemand! Das ist meine Meinung.

Und jetzt kommt ein zweiter Skandal ins Spiel: Warum kann nicht jeder Käufer irgendeines betroffenen VW Models (oder sind sie ALLE betroffen?) vor Gericht ziehen und den Konzern wegen Betrugs auf Schadenersatz verklagen? Das wäre doch für jeden Richter ein einfaches Ding: Der versprochene Emissionswert 50, tatsächlicher Emissionswert sagen wir mal 80: Rückzahlung eines Teil des Kaufpreises, weil das gekaufte Kfz nicht den Daten, die dem Kauf zugrunde lagen, entspricht. Wo ist das Problem? Warum lassen wir uns alle so bescheißen? Und warum klagt nicht der beschissene Finanzminister? Oder die "Steuer-Gewerkschaft"? Oder das Umweltministerium? Oder die großen Autovermieter? 

Und was ist eigentlich mit Mercedes, BMW, Porsche, Opel etc.? Und wann ziehen endlich die anderen Staaten nach? Oder glaubt jemand, dass ein Fiat, ein Citroen, ein Mazda, ein Toyota oder andere Autos nicht getürkt sind oder zumindest die Werte aus Phantasiezahlen bestehen? Betrug ist doch Volkssport geworden, wer glaubt denn daran, dass gerade die Autobosse weiße Lämmer sind? Die Staatsanwaltschaften müssten aktiv werden und die Verantwortlichen verklagen und die betrogenen Käufer entschädigen lassen. 

Oder sind wir eben doch nur eine Bananenrepublik?  


(nein, ist noch kein Ostern, passt nur so gut zum Artikel)



1. Februar 2017

Blick in die Presse / Auszug aus der Mopo online von heute:

...Gegen 16 Uhr fuchtelt ein Mann laut Zeugen mit einem Messer an der Ecke Bremer Reihe herum. Zwei Prostituierte laufen in Angst zu einem Zivilpolizisten, der sich in der Nähe befindet. Als dieser die Situation klären will, geht der Messer-Mann auf ihn los. Der Polizist kontert mit Pfefferspray, der Täter flieht in Richtung der Kneipe „Zum Frühaufsteher“. Der Beamte läuft hinterher, bringt den Angreifer zu Boden.

Der Mann kann sich offenbar befreien. Dann versucht er laut Polizei erneut, den Polizisten mit dem Messer anzugreifen. Der Beamte zieht seine Waffe und schießt mehrfach. Mit drei Schüssen ins Bein wird der Angreifer nach MOPO-Informationen gestoppt.

Kurz darauf eskaliert die Lage. Mehrere Männer, offenbar Bekannte des niedergeschossenen Mannes, rücken an, rufen „This is not America!“. Mit einer Hundertschaft bringt die Polizei die aufgebrachte Meute unter Kontrolle.
Weitere Hintergründe sind noch unklar. (Zitat Ende)
– Quelle: http://www.mopo.de/25660306 ©2017

Also ehrlich - was soll das? Was läuft falsch in Deutschland?  Was bilden sich diese Menschen ein?
Da beschützt ein Polizist unbeteiligte Menschen und sieht sich selbst in Gefahr. Dann schießt er dem Täter aus Notwehr ins Bein (er schießt ihn nicht blindwütig "über den Haufen"!) und macht ihn so kampfunfähig. So weit - so gut!
Ja, meiner Meinung nach ist das gut, genau richtig.

Und dann rückt der Mob an und bringt den Polizisten in Gefahr und "verteidigt" den wild gewordenen Verbrecher...
Was bilden sich diese "Bekannte" des Täters ein?
 
Und dennoch wird es wahrscheinlich dazu kommen, dass e Polizei die Personalien des Täters und des Mobs aufschreibt und die Männer dann alle direkt wieder laufen lässt.

Die Unterlagen werden an die Justiz gehen und die wird nichts machen. Geringfügigkeit oder was weiß ich. Die finden schon in den tausenden von Paragrafen irgendwas, damit sie nicht aktiv werden müssen und diese Idioten sich einen feixen.

Und so geht es dann weiter und weiter und weiter...
Und die Politik fragt sich, woher die Politikverdrossenheit in Deutschland kommt. Woher die Angst kommt.

PS um Mitternacht:

Der NDR ist in seiner Meldung etwas konkreter: Der Angreifer war ein Ghanaer (33) und der aufgebrachte Mob soll aus "Schwarzen" bestanden haben, sie sollen dem 46 Jahre altem Polizisten Rassismus vorgeworfen haben.
Und so ward aus einem aggressiven Messermann ein Opfer und aus einem pflichtbewussten Polizisten ein bepöbelter Rassist. Schöne heile Welt!  


30. Januar 2017

Veranstaltungen 2017 in Travemünde und wichtiges in der Region

Alle Veranstaltungen OHNE eine Ortsbezeichnung finden hier in Travemünde statt.


14. – 17. April          Osterfest und Ostermarkt
28. April - 1. Mai      Maivergnügen
13. Mai                     Anbaden am Kurstrand
18. – 21.Mai             Blues Baltica, Marktplatz Eutin
25. – 28. Mai            Promenadenfest
2. – 5. Juni               Travemünde Jazzt
2. – 5. Juni               Strandklang Scharbeutz/selbstgemachte Musik im Kurpark
20. Juni – 12. Sept.  Musik am Meer
22. Juni – 17. Sept.  Lesungen im Park
23. - 25. Juni            Beach Handball Nordermole
23. - 25. Juni            JazzBaltica, Evers Werft Niendorf
30. Juni – 02. Juli     Shanty-Festival
2. Juli                        Strandfrühstück (Travemünde und in vielen Orten)
15. Juli                      Lions Sommerfest mit tollem Flohmarkt
21. – 30. Juli             Travemünder Woche
4. - 6. August            BouleTurnier Strandpromenade
16. – 27. August       Kino unterm Ostseehimmel (€)
18. - 20. August        Beetle Sunshine Tour
8. – 10. Sept.            Seebad-/Seefahrerfest
22. – 24. Sept.          Lichterzauber im Godewindpark
29. 9. – 03. 10.         Herbstdrachenfest am Strand
25. 12. – 01. 01.       Neujahrsgarten – Winterzauber am Meer

Ohne Garantie!



24. Januar 2017

Schon jetzt ein highlight der Herrschaft von Donald dem Ersten: das Unwort des kommenden Jahres.
Ja, es ist schon da, der Donald ist halt ein ganzer ein schneller:

  

___________________________________________________________________________________________

Türkischer Nationalismus
Berliner Taxifahrer bedrohen Özdemir
FRANKFURTER RUNDSCHAU, 24.01.2017, von Markus Decker

Türkischstämmige Bundestagsabgeordnete in Berlin haben massive Probleme mit aggressivem Verhalten nationalistischer türkischstämmiger Taxifahrer. Hauptgrund ist die Unterstützung für die im vorigen Sommer verabschiedete Armenien-Resolution des Parlaments, in der das gewaltsame Vorgehen des Osmanischen Reiches gegen die Armenier als „Völkermord“ deklariert wird. Dies ist dem Regime des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ein Dorn im Auge.

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat sich nun in einem Brief an die Innung des Berliner Taxigewerbes e.V. beschwert und gefordert, dass etwas gegen diesen Zustand unternommen werde. So sei ihm sowohl vom Bundeskriminalamt als auch von einigen Berliner Taxifahrern abgeraten worden, weiterhin Transfers mit dem Taxi wahrzunehmen, so Özdemir. Alevitische und kurdische Taxifahrer hätten ihn sogar angesprochen und erzählt, da gebe es andere Fahrer, die gesagt hätten: „Ich mach den kalt. Oder: Ich spucke dem ins Gesicht.“ Es sei auch nicht bei verbalen Aggressionen geblieben. Zum Beispiel habe ein Fahrer, als er merkte, wen er beförderte, plötzlich das Tempo verschärft, um seiner Wut über Özdemir Ausdruck zu verleihen. Dessen kleiner Sohn saß unterdessen mit im Auto... ... ... (Auszug, Zitat Ende)

Ach - meine Freunde die Türken, immer wieder für neue Überraschungen gut. Man stelle sich vor, sie würden Mitglied der EU... Dann würde ich nach Norwegen oder England auswandern... Oder nach Island... Oder Übersee, z.B. nach Trump-Country, dort wird ja jetzt alles besser ;-)


22. Januar 2017





Was für ein schöner Nachmittag! Danke Liane, danke Andy und allen anderen Gästen!
(Foto: Andy)




20. Januar 2017

Heute um 18.00 Uhr unserer Zeit wird dieses - darf man das sagen? - Schwein zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt.
Was für eine Katastrophe!
Und selbst wenn man vermutet und womöchlich recht hat, dass bei den Wahlen nicht alles korrekt zugegangen ist, so kann man wohl doch auch sagen:
Mit den Amerikanern muss irgendwas nicht stimmen! Es müssen ja immer noch viele Millionen sein, die ähnlich denken und sich benehmen wie er, Donald Trump - sonst hätten sie ihm ja nicht ihre Stimme gegeben.
Armes Amerika!













19. Januar 2017

Auf einem kurzen Spaziergang am heutigen Morgen sah ich folgende Werbung für ein Neubauprojekt, welches besser gelegen wohl kaum zu finden sein wird in Travemünde. Es liegt vielleicht 300 bis 400 Meter weg vom Strand, 100m Distanz zum Strandbahnhof - einfach unschlagbar! Für mich natürlich unbezahlbar - und ich würde hier aus meiner Wohnung auch nicht raus gehen. Die liegt übrigens nur vielleicht einhundert bis zweihundert Meter weit weg von diesem neuen Bauprojekt. Es entsteht auf dem Grundstück, auf dem bis vor wenigen Jahren VW-Kittner ansässig war. Das geschwungen, mit breiter Glasfront ausgestattete Vordergebäude ist teilweise denkmalgeschützt und wird integriert.




Und so sieht das Gelände momentan aus:



Der Link zum Bauherren/Investor:


 


17. Januar 2017

Schildkröte ist gestorben.

Möge er in Frieden ruhen!
Und Piggi sagte ein letztes Mal:

"Halt die Klappe, ich hab Feierabend!"





Ja, ein schlechte Aufnahme - es war eben schwach beleuchtet - sorry Jungs un Deerns!


12. Januar 2017

Hier nun die versprochenen Fotos aus dem "Gusto Joda", meinem neuen Lieblingscafé in Travemünde.
Die Adresse lautet: Vorderreihe 26, gelegen mittig zwischen Kreuzfahrtterminal und der Autofähre.

 

 

 

  Eis von Möwenpick.

  Mit einem Klick auf das Logo links kommst du auf die Homepage das Cafés.

Fotos zur Verfügung gestellt vom Inhaber, Klaas Joda. Vielen Dank!
Zur Beachtung: Bis ca. Ende März Dienstags Ruhetag.



11. Januar 2017

Eröffnung der Elbphilharmonie

Ohne politische Einordnung beziehungsweise kritischer Auseinandersetzung rund um den Bau und dessen Finanzierung kommen hier zwei Fotos zum heutigen Großereigniss in Hamburg - das erste habe ich vom Dach eines Hauses am Jungfernstieg aufgenommen, das zweite von der anderen Elbseite:





im Januar 2017

 
Kalt. Windig. Ungemütlich. Nix los hier kurz vor dem Polarkreis...
Immerhin Cappu ( ...Tee, Wein... und  sonstige Getränke) sowie Käsekuchen in meinem neuen Lieblingscafe in Travemünde, dem "Gusto Joda" in der Vorderreihe in der Nähe der Autofähre zum Priwall. Es gibt genannte Kaffee- und Teespezialitäten, dazu Kuchen und eine Tageszeitung hängt auch aus. Dazu ist Herr Joda - er heißt wirklich so - ein sehr netter Mensch. Herz - was willst du mehr?! 


Hier und heute ein "schnelles" Fotos der Kaffee-/Teestube oder neudeutsch: des coffeeshops.
Es gibt verschiedene kleine Tische und diesen großen Tisch für Gruppen oder für Mutige zum
Klönen und Kennenlernen... Draußen vor der Tür (Wolfgang Borchert lässt grüßen) stehen zwei Bänke.


Freitag, 25. November 2016

Bürgermeister Bernd Saxe eröffnete den Weihnachtsmarkt im Heiligen-Geist-Hospital

Warum guckt er mich denn so traurig an???  Ist das Leben nicht schön?

Oder ärgert ihn die CDU so sehr? Dann kann ich seine Laune verstehen, die CDUler in Lübeck sind schon
ein besonderes Völkchen und glauben, sie würden alles besser machen können. Was aber tun sie?
Sie schimpfen gern - und das besonders gern gegen die SPD - sie können es nämlich nicht verwinden,
dass die SPD in Lübeck die Wahlen gewonnen hat und somit das Sagen hat. Zumindest mit ihren Partnern...

Tja -  die CDU trägt den Begriff Demokratie wohl nur im Namen - so scheint es mir. Und so lassen sich
die Herren und eine Dame - Frau Dinges-Dierig - gern fotografieren und tauchen dann mit ihren drei
Vereins-Buchstaben in der Provinzpresse auf, immer mit Gezanke gegen den gewählten Bürgermeister
im Gepäck... Dabei hat Frau Dinges-Dierig bereits einmal das Nachsehen gegen Herrn Saxe gehabt, als sie
2011 gleich zweimal gegen ihn verloren hat. In Hamburg war diese Frau auch nicht unumstritten und nahm
schließlich ihren Hut und versuchte sich gegen Saxe. Kann man sowas doppeltes Scheitern nennen?
Und was macht die Frau eigentlich, wenn sie sich nicht um bessere Postdienstleistungen in Travemünde
"kümmert"? Glaubt jemand in Travemünde wirklich, Frau Dinges-Dierig würde sich für so etwas interessieren?
Nicht die Bohne! Das haben ihr nur die Provinzfürsten und Presseheinis in den Mund gelegt. So kann ihre Partei
mal wieder zeigen, wie volksnah sie zu sein scheint. Tja - der Schein bestimmt das Bewusstsein...

Genau wie Herr Thomas Thalau immer gern mit seinem Fahrrad auftaucht, wenn Gras und Hecken zu hoch
gewachsen sind... So wie Ecke Vogteistraße/Gneversdorfer Weg. Aber wo bleibt ein anhaltender Protest
gegen die hirnrissige Anordnung, Fahrradfahrer müssten dort nun absteigen und schieben oder - absolut
gefährlich! - auf die Straße wechseln. Was für eine Idiotie, besonders wenn der Radfahrer von Norden kommt
und den Gneversdorfer Weg nun kreuzen muss, um am rechten Fahrbahnrand weiter fahren zu können.
Der Fahrradfahrer bringt sich in viel größere Gefahr, als VORSICHTIG die Einmündung zur Vogteistraße zu
passieren... Uninteressant für die CDU und deren Vertreter... Fahren wahrscheinlich eh lieber Auto und
können so zügig weiterbrettern... Ulrich Krause - ein weiterer CDU-Mann für Travemünde und Kücknitz -
schweigt sich lieber über solche Dinge aus - ich nehme an, er benutzt für 90% aller Wege das Auto.
Jedenfalls habe ich ihn schon mehrfach durch die Vorderreihe autofahrend gesehen - obwohl dort das
Autofahren verboten ist. Was soll´s... Gesetze und Vorschriften sind für die Dummen...

Allerdings muss ich eingestehen: das Politik-Geplänkel in Lübeck habe ich noch nicht endgültig durchschaut,
dafür wohne ich noch nicht lange genug wieder in meiner Heimatstadt.

Travemünde und Lübeck sind ja eine Stadt und gehören zusammen! Travemünde ohne Lübeck wäre nur
finsterste Provinz! Angeblich würden die peinlichen Oppositionsparteien in Travemünde (oder ist es nur die eine??)
sowie einige Besserwisser an der Mündung der Trave gerne zu Ostholstein wechseln.
Jedenfalls labern sie gerne davon.
Was für eine Provinz-Posse!!!


Donnerstag, 24. November  -  einen Monat vor Heiligabend!!!

24.07.2015 10:27 Uhr

(entnommen aus der online ausgabe des heutigen "tagesspiegel")

Straßenverkehr und Gerechtigkeit
Bußgeld sollte vermögensabhängig sein


Wenn ein Hartz-IV-Empfänger für zu schnelles Fahren so viel bezahlt wie ein Millionär, ist das ungerecht.
Plädoyer für vermögensabhängiges Bußgeld.

von Malte Lehming

Wer Ungleiche gleich behandelt, verschärft die Ungleichheit. Eine Karikatur kann das illustrieren: Die Bremer Stadtmusikanten – Esel, Hund, Katze, Hahn – stehen vor einem Baum. Die Lehrerin daneben sagt: „Aus Gleichheitsgründen bekommt ihr alle dieselbe Aufgabe. Klettert auf diesen Baum!“
Vor dem Gesetz sind alle gleich, heißt es. Aber das stimmt nicht. Wenn durch ein Urteil oder durch einen Strafbefehl eine Geldstrafe verhängt wird, muss der Verurteilte diese in Tagessätzen begleichen. Die Höhe des Tagessatzes bemisst sich nach den sozialen Verhältnissen des Delinquenten. In die Berechnungen fließen Faktoren wie Einkommen und Unterhaltszahlungen ein. Die Strafe, das ist der ausdrückliche Sinn dieser Regelung, soll die unterschiedlichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Täter reflektieren. Ein Reicher muss also mehr bezahlen als ein Armer. Ungleichbehandlung schafft Gerechtigkeit.
Doch warum werden Bußgelder in Deutschland von dieser Regelung ausgenommen? Das verstehe, wer will. Sinnvoll und gerecht ist diese Praxis jedenfalls nicht. Wer in einer geschlossenen Ortschaft 28 Stundenkilometer zu schnell fährt, muss laut aktuellem Bußgeldkatalog 100 Euro bezahlen und erhält einen Punkt in Flensburg. Einem Hartz-IV-Empfänger tut das ziemlich weh, einen Millionär kratzt es gar nicht. Für den einen hat die Strafe einen spürbaren Effekt, der andere begleicht sie aus der Portokasse.
Mehr soziale Gerechtigkeit könnte auch die Sicherheit auf den Straßen erhöhen

Die Linke, das muss fairerweise gesagt werden, fordert seit langem einkommensabhängige Bußgelder. Nur als solche hätten sie eine „erzieherische Wirkung“. In diesem Fall würde mehr soziale Gerechtigkeit auch die Sicherheit auf den Straßen erhöhen. Die Grünen dagegen, die Partei der Besserverdienenden, hat gerade erst wieder eine drastische Erhöhung der Bußgelder für Falschparker verlangt – ohne soziale Komponente. „Immer mehr Menschen ärgern sich zu Recht über zugestellte Geh- und Radwege“, sagte deren verkehrspolitischer Sprecher Stephan Kühn, „über zugeparkte Behindertenparkplätze und blockierte Straßenbahnen und Busse.“

Das stimmt zwar, aber für wohlhabende Menschen lohnt sich das Kalkül. Unzulässiges Parken auf Geh- oder Radwegen wird mit 20 bis 30 Euro geahndet. Der Bequemlichkeitsvorteil plus die eingesparten Parkgebühren gleichen diese Summe oft aus. Wer seinen roten Ferrari Testarossa – Kaufpreis rund 200.000 Euro – mitten auf dem Bürgersteig abstellt, handelt zwar asozial, aber in Anbetracht seiner Vermögensverhältnisse durchaus rational.
Länder wie Finnland oder die Schweiz durchkreuzen diese Art Rationalität. In ihnen orientiert sich die Höhe der Strafe für Verkehrssünder an deren Vermögensverhältnissen. In Finnland etwa musste Formel-1-Rennfahrer Kimi Räikkönen vor zehn Jahren 30.000 Euro Strafe zahlen, weil er die Papiere für seinen Bootsanhänger nicht vorweisen konnte und zwei zusätzliche Außenspiegel an seinem Fahrzeuggespann fehlten.
Ein Eidgenosse zahlte 200.000 Euro für Raserei
Vor zwei Jahren wiederum zahlte Anders Wiklöf, einer der reichsten Finnen, 95.000 Euro für eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 27 km/h innerhalb einer geschlossenen Ortschaft. Und von Reima Kuisla, ebenfalls Millionär, wurden 54.024 Euro verlangt, weil er 14 km/h zu schnell gefahren war (Kuisla ging gerichtlich dagegen vor und musste am Ende 5346 Euro bezahlen). Den Rekord in der Schweiz wiederum hält ein Eidgenosse, der vor fünf Jahren mit über 130 Stundenkilometern durch einen Ort gebraust war. Der habe „aus purer Lust an der Geschwindigkeit“ die Verkehrsregeln missachtet, befand das Gericht und verurteilte den wohlhabenden Raser zur Zahlung von rund 200.000 Euro.

Im Englischen heißt der Fachbegriff für vermögensabhängige Strafen „progressive punishment“. Ähnlich wie bei der Steuergesetzgebung, wo Reiche ebenfalls durch die Progression stärker belastet werden als Arme, ist die Idee dahinter so einfach wie genial: In einer ungleichen Welt müssen die Ungleichen ungleich behandelt werden, damit Gerechtigkeit entsteht. Es ist höchste Zeit, dass diese Debatte auch in Deutschland geführt wird. Zum Wohle des Straßenverkehrs, der Verkehrsteilnehmer, der gesellschaftlichen Gerechtigkeit – und der Staatskassen. Betroffen davon wären nur die, die es sich leisten können und nur dann, wenn sie grob gegen Gesetze verstoßen.

"Im Ergebnis verschleiert diese Geld-Gerechtigkeitsdebatte nur die wirklich sinnvollen und nötigen Maßnahmen: Richtig kontrollieren, Wiederholungstäter erkennen und Wiederholungstaten effektiv verhindern mit Maßnahmen, die nötigenfalls wirklich `weh tun´. Mit ein bisschen Geldstrafe wird gar nix verhindert."
...schreibt ...

(bis hier: Zitat aus dem Berliner "Tagesspiegel" online vom 24.11.2016)


Mein Kommentar

Ja - jetzt treiben die Entscheidungsträger und vor allen Dingen Presse, Rundfunk und Fernsehen eine neue Sau durchs Dorf. Oder sie wollten es zumindest, aber so ein richtiger Burner ist das nicht, nachgedacht hat dort in den Schreibstuben wohl niemand. Es sind eben in erster Linie Schreiberlinge und keine Denker.
Aber der Reihe nach: Jetzt wird plötzlich gefordert, dass Bußgelder ebenso wie Geldstrafen vermögensabhängig verhängt werden sollen. Und natürlich ist das richtig! Also wenn ich wegen Parkens auf dem Bürgersteig mit - was weiß ich? - 50€ belangt werde, ist das zwar ärgerlich, tut auch ein bisschen weh, ist aber verkraftbar. Ich werde es künftig nicht mehr tun und mein Geld lieber sinnvoll ausgeben. Wenn ein Arbeitsloser, ein Hartz4 Empfänger, eine alleinerziehende Mutter, ein/ Verkäufer/in 50€ abdrücken muss, kann das schon ans Eingemachte gehen und Wunden schlagen. Wenn aber Herr Hoeneß oder mein Bürgerschaftsabgeordneter oder mein Hausbesitzer oder sonst ein "Besserverdiener" 50€ zahlen muss, sagt er sich doch nur: Besser für 50€ geparkt als mit der S-Bahn gefahren...

Aber - sind wir doch mal ehrlich - das sind für die Reichen und Begüterten, die Steuerhinterzieher und Anlagenkönige doch nur Peanuts. Wer im Steakhaus nur für sein Steak ohne alle Zutaten und Getränke bereits 90€ ausgibt - ich war dabei! - den interessieren doch Bußgelder nicht. Jedenfalls nicht, wenn sie so wie jetzt erhoben werden. Aber auch das vermögensabhängige Bußgeld ist doch nur die halbe Miete!

Nein, ich denke, es müsste in etwa so erhoben werden:

Meine 50€ Bußgeld und die 500€ Bußgeld (oder mehr weil vermögensabhängig!) des Millionärs sind erst der Anfang. Wir leben im Computerzeitalter und in Flensburg sitzt die Behörde dafür. Dort werden die Bußgelder verwaltet. Wenn der Delinquent ein zweites Mal auf dem Bürgersteig parkt, sollte sich das Bußgeld verdoppeln. Beim dritten Mal verdreifacht sich die Summe, beim vierten Mal ergo vier Mal so viel wie am Anfang. Macht für mich nach 50€ dann 100€, dann 300€ dann 1200€, dann 6000€. Wenn es für den Großverdiener anfangs 500€ sind, dann steigt es eben weiter auf 1000, dann 3000, 12000 und so weiter. Und das für alle Vergehen, egal ob geahndet mit Verwarnungsentgelten, Bußgelder, Strafen oder was auch immer. Und auch das sollte klar sein: Punkte in Flensburg und die daraus folgenden Bußgelder/Strafen dürfen nicht nach bestimmten Fristen gestrichen werden - nein, denn entweder ist ein Verkehrsrowdy geläutert und hält sich an Ordnung und Gesetz, oder eben nicht, und dann müssen diese Vergehen eben drastisch geahndet werden.

Und irgendwann muss dann ein Passus fassen, der aus einem Auto ein Tatwerkzeug macht. Wer also trotz hoher Strafen sein Auto weiter rechtswidrig nutzt, der verliert den Führerschein UND sein Auto. Den Verbrechern, die mit Messern rumhantieren, Waffen nutzen, mit Baseballschlägern andere Leute halb tot schlagen o.ä. werden doch auch ihre Tatwerkzeuge abgenommen. Genau das müsste mit den Fahrzeugen der Täter im Straßenverkehr auch passieren. Weg damit, gleich verkaufen und den Gewinn in den Weißen Ring oder eine andere Organisation stecken, die sich um Unfallopfer oder sonstige hilfebedürftige Menschen kümmern.
Und ich wette: Dann hört der Krieg auf den Straßen auf. Und ehrlich: Das ist Krieg, was sich auf unseren Straßen abspielt!